Herbert Lehmann

   
geboren am 22.06.1909 in Dresden
Straße  Margarete-Höppel-Platz 11
Stadtteil Grombühl
Todesdatum18.08.1943
Todesortbei Würzburg
   
bei einem "Fluchtversuch" am 18.08.1943 bei Würzburg erschossen
Ehemals wohnhaft in der Friesstraße. Diese Adresse ist nicht der Verlegeort. Der Stolperstein wird in der Füchsleinstraße 15 verlegt, wo Herbert Lehmann Zwangsarbeit verrichten musste. Stolperstein früher vor Füchsleinstraße 15
   
Herbert Lehmann war "Vorbeugungshäftling" im KZ Flossenbürg und als solcher zum Arbeitseinsatz (Bauarbeiten zur Erweiterung der Universitäts-Nervenklinik) in Würzburg im Notgefängnis in der Friesstraße untergebracht. Am 18.8.1943 gelang ihm am frühen Morgen die Flucht. Noch am selben Tag wurde er in der Nähe von Karlstadt wieder verhaftet. Er wurde "auf Befehl des SS-Obersturmbannführers Dr. Heyde" abgeholt und auf der Rückfahrt zwischen Thüngersheim und Veitshöchheim bei einem angeblichen "Fluchtversuch" erschossen. Heyde war zu diesem Zeitpunkt Ordinarius für Psychiatrie und Neurologie an der Würzburger Nervenklinik und zuvor zuständig für die "Aktion T 4", damit auch mitverantwortlich für die Ermordung von Menschen mit Behinderung im Rahmen der sogenannten "Erwachseneneuthanasie".
   
Quelle Staatsarchiv Würzburg, Gestapoakte 5814;
Klaus-Detlev Godau-Schüttke, Die Heyde/Sawade-Affäre, Baden-Baden 2001;
Jörg Skriebeleit, Auch in Würzburg?! Zur Geschichte eines unbemerkten Außenlagers des KZ Flossenbürg, In: Mainfränkisches Jahrbuch 2004, S.293-316.
Autorin / Autor gg
Paten Die Klinik u.Poliklinik f.Psychiatrie u.Psychotherapie, Herr Univ.-Prof. Dr. Jürgen Deckert
   
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