zurück

Moritz Münster

   
geboren am 29.10.1871 in Forchheim
Straße  Haugerring 6
Stadtteil Altstadt
Deportationsdatum23.09.1942
Todesdatum09.10.1942
TodesortTheresienstadt
   
am 23.09.1942 nach Theresienstadt deportiert und dort am 09.10.1942 ermordet
Haugerring 15, heute etwa Haugerring 6
   
Moritz Münster, Sohn des Metzgers Isaak und seiner Frau Ernestine geb. Wetzler, zog 1895 von Forchheim nach Würzburg und erhielt hier 1902 das Bürger- und Heimatrecht. Von Beruf Kaufmann, gründete er 1900 eine Mehlgroßhandlung mit Sitz am Haugerring 15. Im Jahr 1902 heiratete er Marie Stiefel aus Hochhausen (Jg.1874) und bereits ein Jahr später kam ihre Tochter Lane zur Welt.
Im Jahr 1938 musste Moritz Münster sein Geschäft aufgeben, ob infolge eines Berufsverbots oder im Zuge der Arisierung, ist unklar. Danach wohnte das Ehepaar Münster, wie schon die Tochter, im Haugerring Nr. 14, musste aber 1941 die Wohnung räumen und in das Jüdische Altersheim in der Dürerstraße 20 umziehen.
Am 23. September 1942 wurde Moritz Münster zusammen mit seiner Frau, seiner Tochter Lane und dem Schwiegersohn Max Friedmann (1871-1944) nach Theresienstadt deportiert.
Er starb bereits nach wenigen Tagen am 9. Oktober 1942, sein Schwiegersohn im März 1944. Ehefrau Marie und Tochter Lane wurden am 18. Mai 1944 nach Auschwitz verschleppt und ermordet.
   
Quelle Stadtarchiv Würzburg, Adressbücher 1937-1941;
Reiner Strätz, Biographisches Handbuch Würzburger Juden 1900-1945, Würzburg 1989, T. 1, S. 399,182, T. 2, S.604;
Gedenkbuch Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, http://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/933740 (21.06.2016);
Datenbank der Holocaust Opfer aus den böhmischen Ländern und von Häftlingen im Theresienstädter Ghetto aus Europa, http://www.holocaust.cz/de/opferdatenbank/opfer/25861-moritz-m-nster/ (21.06.2016);
Deportation der jüdischen Bevölkerung aus dem Deutschen Reich. Würzburg - Theresienstadt, Abfahrtsdatum: 23.09.1942, http://www.statistik-des-holocaust.de/II26-16.jpg (21.06.2016).
Autorin / Autor Überarbeitung Mai 2015 Ingrid Sontag
Paten Herr Prof.Dr. Andreas Möckel, Frau Anneliese Möckel
   
zurück