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Hanna Frank

   
geboren am 07.01.1871 in Würzburg-Heidingsfeld
Straße  Ruppertsgasse 3
Stadtteil Heidingsfeld
Deportationsdatum23.09.1942
Todesdatum25.12.1942
TodesortTheresienstadt
   
am 23.09.1942 nach Theresienstadt deportiert und dort am 25.12.1942 ermordet
   
Hanna Frank war eine Tochter des Viehhändlers Marum Frank (1819-1905) und seiner Ehefrau Fanny geb. Süßer, die 1890 in Heidingsfeld gestorben war. Hanna hatte drei Geschwister: Abraham (1866-1939), Ricka (1868–1943) und Meier (1872-1942), mit denen sie in Heidingsfeld aufwuchs.

Abraham übernahm nach dem Tod des Vaters dessen Geschäft. Er starb 1939 in Heidingsfeld. Ihre Schwester Ricka heiratete den Arzt Dr. Joseph Goldschmidt und verzog mit ihm nach Mönchsroth in Mittelfranken. Hannas Bruder Meier hatte in Heidingsfeld seinen eigenen Viehhandel gegründet. Bei ihm und seiner Ehefrau Fanny geb. Fuchs (1890-1942) und ihren drei Kindern Manfred (Jg.1914), Käthe (1915-2002) und Fränzi (1921-1942) lebte die unverheiratete Hanna.

Nachdem ihr Bruder sein Geschäft aufgeben und die Wohnung verlassen musste, wurden die Familienmitglieder, die nicht hatten emigrieren können, auf verschiedene Unterkünfte verteilt: Ihr Bruder Meier und seine Frau lebten 1939 in der Neubaustraße 34, Fränzi arbeitete und wohnte als Hausangestellte im Israelitischen Altersheim in der Dürerstraße 20, und sie selbst kam zunächst in der Theresienstraße 6 unter, dann von August 1938 bis Juli 1941 in der Semmelstraße 69 und zuletzt im Israelitischen Altersheim in der Konradstraße 3 in Würzburg.
Hanna Frank wurde am 23. September 1942 nach Theresienstadt deportiert, wo sie drei Monate später an den unmenschlichen Lebensbedingungen zugrunde ging. Mit im Transport waren ihre Schwester Ricka mit Ehemann Joseph Goldschmidt. Auch sie überlebten nicht lange. Bereits im April 1942 war ihr Bruder Meier Frank mit Frau und Tochter in den Raum Lublin deportiert und ermordet worden.

Biographie erstellt April 2007, überarbeitet Dezember 2017
   
Quelle Reiner Strätz, Biographisches Handbuch Würzburger Juden 1900-1945, Würzburg 1989, T. 1, S. 156;
Gedenkbuch Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, http://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de867161 (19.05.2016);
Datenbank der Holocaust Opfer aus den böhmischen Ländern und von Häftlingen im Theresienstädter Ghetto aus Europa, http://www.holocaust.cz/de/opferdatenbank/opfer/46162-hanna-frank/ (19.05.2016);
Stadtarchiv Würzburg, Grundlisten Theresienstraße 6, Semmelstraße 69;
Biografische Datenbank Jüdisches Unterfranken, Informationen zu Hanna Frank und ihre Angehörigen, http://www.historisches-unterfranken.uni-wuerzburg.de/juf/, (28.12.2017);
Angaben zu den im Text erwähnten Angehörigen, die Opfer der Shoa wurden, finden sich im Namensverzeichnis des Gedenkbuchs;
The 1939 German "Minority Census" Database, https://www.census.tracingthepast.org.
Autorin / Autor Hans-Peter Baum, Ingrid Sontag
Paten Der CSU - Ortsverband Heidingsfeld, Herr Seifer
   
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