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Fränzi (Franziska) Frank

   
geboren am 17.11.1921 in Würzburg-Heidingsfeld
Straße  Ruppertsgasse 3
Stadtteil Heidingsfeld
Deportationsdatum25.04.1942
Todesdatumunbekannt
TodesortRaum Lublin
   
am 25.04.1942 nach Krasniczyn deportiert und in einem der Vernichtungslager der Region Lublin ermordet
   
Fränzi Frank war die jüngste Tochter des Heidingsfelder Viehhändlers Meier Frank (1872-1942) und Fanny geb. Fuchs (1900-1942), die aus Buttenwiesen stammte. Fränzi wuchs zusammen mit ihren älteren Geschwistern Manfred (Jg.1914) und Käthe (1915-2002) bei ihren Eltern in der Ruppertsgasse 3 in Heidingsfeld auf und besuchte aller Wahrscheinlichkeit nach hier die Schule.
Ihre Geschwister konnten schon relativ bald nach der Machtergreifung der Nazis emigrieren: Ihr Bruder wanderte 1934 nach Palästina aus, nachdem er eine landwirtschaftliche Ausbildung (Hachscharah) im jüdischen Gut Neuendorf in Brandenburg gemacht hatte und die Schwester Käthe konnte sich im September 1937 in den USA in Sicherheit bringen und lebte dann in Los Angeles. Dort heiratete sie Berthold Berlizheimer und starb im Jahr 2002. Manfred lebte 1982 in Haifa und hat die Gedenkseiten in Yad Vashem für seine Angehörigen angelegt.

Da es für Juden keine Ausbildungsmöglichkeiten und keine berufliche Tätigkeit außerhalb der jüdischen Gemeinden mehr gab, wurde die 18-jährige Fränzi 1939 als Hausangestellte im Israelitischen Altersheim in der Dürerstraße 20 in Würzburg übernommen. Die Familie hatte durch die Abmeldung des Gewerbes ihre Existenzgrundlage verloren und ihre Wohnung aufgeben müssen. Die Eltern lebten 1939 in der Neubaustraße 34 in Würzburg.
Am 25. April 1942 wurde Fränzi von der Unterkunft in der Bibrastraße 17 aus zusammen mit ihren Eltern nach Krasnystaw deportiert. Dort verliert sich ihre Spur. Vermutlich sind sie alle bald darauf in einem der Vernichtungslager im Raum Lublin ermordet worden. Sie wurden alle "für tot erklärt".

Biographie erstellt April 2007, überarbeitet Dezember 2017
   
Quelle Reiner Strätz, Biographisches Handbuch Würzburger Juden 1900-1945, Würzburg 1989, T. 1, S. 156;
Gedenkbuch Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, http://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de868130 (19.05.2016);
Yad Vashem – The Central Database of Shoa Victims’ Names, Gedenkblatt, http://yvng.yadvashem.org/nameDetails.html?language=en&s_lastName=frank&s_firstName=fr%C3%A4nzi&s_place=&itemId=2043012&ind=14&winId=1121701459846670161 (07.06.2016);
Deportation der jüdischen Bevölkerung aus dem Deutschen Reich. Würzburg - Krasniczyn, Abfahrtsdatum: 25.04.1942, http://www.statistik-des-holocaust.de/OT420425-Wuerzburg44.jpg (07.06.2016);
Biografische Datenbank Jüdisches Unterfranken, Informationen zu Fränzi Frank und ihre Angehörigen, http://www.historisches-unterfranken.uni-wuerzburg.de/juf/, (28.12.2017);
Angaben zu den im Text erwähnten Angehörigen, die Opfer der Shoa wurden, finden sich im Namensverzeichnis des Gedenkbuchs;
The 1939 German "Minority Census" Database, https://www.census.tracingthepast.org;
Genealogische Informationen bei geni.com, https://www.geni.com/people/K%C3%A4theBerlizheimer/6000000053001870901.
Autorin / Autor Hans-Peter Baum, Ingrid Sontag
Paten Frau Dr. Ursula Amrhein
   
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