David Menko

   
geboren am 27.01.1866 in Würzburg-Heidingsfeld
Straße  Klosterstraße 1
Stadtteil Heidingsfeld
Deportationsdatum23.09.1942
Todesdatum29.10.1942
TodesortTheresienstadt
   
deportiert am 23.09.1942 nach Theresienstadt und dort am 29.10.1942 ermordet
   
David Menko wuchs in Heidingsfeld auf und besuchte hier auch mit großer Wahrscheinlichkeit die Schule.
Er war bis 1929, d.h. bis zum Erreichen des 65. Lebensjahrs, hauptberuflich im "Schnittwaren"- (Tuch-) und Herrenkleidergeschäft der Familie tätig. Auch im Ruhestand arbeitete er dort noch als Aushilfe mit. Er besuchte die Kunden der Firma in den umliegenden Landgemeinden und belieferte sie oft auf Teilzahlung.
Von August bis Oktober 1935 war er aufgrund eines Briefes an seine Schwester Pauline in den USA, der angeblich "Greuelpropaganda" enthielt, in Polizeihaft. Nachdem sich dieser Vorwand nicht halten ließ, wurde die Polizeihaft wegen angeblicher Steuerhinterziehung fortgesetzt. Sein Vermögen wurde beschlagnahmt.
Im Juni 1941 wurde er in das Israelitische Altersheim in der Dürerstraße 20, eines der "Judenhäuser" in Würzburg, eingewiesen und von dort am 23. September 1942 nach Theresienstadt deportiert, wo er nur einen Monat später verstarb.
   
Quelle Staatsarchiv Würzburg, Gestapoakte 7379;
Reiner Strätz, Biographisches Handbuch Würzburger Juden 1900-1945, Würzburg 1989, S. 385 f.;
Gedenkbuch Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, http://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/929951 (21.06.2016);
Datenbank der Holocaust Opfer aus den böhmischen Ländern und von Häftlingen im Theresienstädter Ghetto aus Europa, http://www.holocaust.cz/de/opferdatenbank/opfer/24674-david-menko/ (21.06.2016);
Deportation der jüdischen Bevölkerung aus dem Deutschen Reich. Würzburg - Theresienstadt, Abfahrtsdatum: 23.09.1942, http://www.statistik-des-holocaust.de/II26-16.jpg (21.06.2016).
Autorin / Autor Hans-Peter Baum
Paten Herr Egon Kitz, Frau Helga Kübert-Kitz
   
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