Jette (Henriette) Eppstein, geb. Hirnheimer

   
geboren am 19.06.1865 in Greußenheim/Ufr.
Straße  Zindelgasse 14
Stadtteil Heidingsfeld
Deportationsdatum23.09.1942
Todesdatum28.01.1943
TodesortTheresienstadt
   
am 23.09.1942 nach Theresienstadt deportiert und dort am 28.01.1943 ermordet
   
Jette (Henriette) Eppstein war die Tochter eines Kaufmannsehepaares in Greußenheim und seit 1891 verheiratet mit Nathan Eppstein, der zu dem Zeitpunkt ein Kolonialwarengeschäft in Greußenheim führte.
1927/1928 zog das Ehepaar nach Heidingsfeld, wo Nathan Friedhofspfleger bei der Israelitischen Kultusgemeinde wurde und nebenbei einen Hausierhandel mit Wäsche und Textilien betrieb. Das Ehepaar war kinderlos geblieben. Im März 1939 kaufte sich Nathan in das Israelitische Pfründnerheim in der Dürerstraße 20 in Würzburg ein. Über den Wohnort von Jette zwischen 1939 und 1942 fehlen direkte Nachrichten. Anzunehmen ist, dass sie ebenfalls in der Dürerstraße 20 wohnte und nur nicht unter ihrem eigenen Namen registriert wurde.
Nathan verstarb 1942 in Würzburg, seine Witwe Jette wurde wenig später, am 23. September 1942 nach Theresienstadt deportiert, wo sie vier Monate später ums Leben kam.
   
Quelle Staatsarchiv Würzburg, Gestapoakte 1555;
Reiner Strätz, Biographisches Handbuch Würzburger Juden 1900-1945, Würzburg 1989, T. 1, S. 134;
Gedenkbuch Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, http://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de859642 (19.05.2016);
Datenbank der Holocaust Opfer aus den böhmischen Ländern und von Häftlingen im Theresienstädter Ghetto aus Europa, http://www.holocaust.cz/de/opferdatenbank/opfer/9799-jette-eppstein/ (19.05.2016).
Autorin / Autor Hans-Peter Baum
Paten Die Waltherschule, An die Schulleitung
   
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