Irma Mayer, geb. Bretzfelder

   
geboren am 21.10.1895 in Bad Kissingen
Straße  Konradstraße 7
Stadtteil Altstadt
Deportationsdatum23.09.1942
Todesdatum19.10.1944
TodesortAuschwitz
   
deportiert am 23.09.1942 nach Theresienstadt, ermordet am 19.10.1944 in Auschwitz
   
Irma Mayer entstammte einer angesehenen Bad Kissinger Familie. Ihre Vater Nathan Bretzfelder besaß dort ein Kurheim und war mehrere Jahre Stadtrat in der Kurstadt. Man wird daher kaum in der Vermutung fehlgehen, dass ihre familiäre Verbindung nach Bad Kissingen ein wesentlicher, wohl sogar der ausschlaggebende Grund dafür war, dass ihr Mann und sie sich 1923 in Bad Kissingen niederließen. Man wird weiterhin annehmen können, dass auch sie und ihr Mann in Bad Kissingen zu den angesehenen Gesellschaftskreisen gehörten.
Ihr gutbürgerliches Leben endete spätestens 1938 mit dem weitgehenden Berufsverbot für ihren Mann. Über das Leben des Ehepaares Dr. Sally und Irma Mayer in Würzburg ist nur sehr wenig bekannt. Sie hatten keine Kinder.
Am 23. September 1942 wurde Irma Mayer zusammen mit ihrem Mann nach Theresienstadt deportiert, von dort im Oktober 1944 weiter nach Auschwitz. Dort endete ihr Leben. Irma Mayer gilt als "verschollen in Auschwitz".
   
Quelle Staatsarchiv Würzburg, Gestapoakte 7197;
Reiner Strätz, Biographisches Handbuch Würzburger Juden 1900-1945, Würzburg 1989, S. 383 f.;
Gedenkbuch Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, http://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/922732 (21.06.2016);
Datenbank der Holocaust Opfer aus den böhmischen Ländern und von Häftlingen im Theresienstädter Ghetto aus Europa, http://www.holocaust.cz/de/opferdatenbank/opfer/24271-irma-mayer/ (21.06.2016);
Yad Vashem – The Central Database of Shoa Victims’ Names, Gedenkblatt, http://yvng.yadvashem.org/nameDetails.html?language=en&itemId=9819086&ind=2 (21.06.2016);
Deportation der jüdischen Bevölkerung aus dem Deutschen Reich. Würzburg - Theresienstadt, Abfahrtsdatum: 23.09.1942, http://www.statistik-des-holocaust.de/II26-16.jpg (21.06.2016).
Autorin / Autor Hans-Peter Baum
Paten Frau Regine Samtleben
   
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