Rebekka (Rifka) Steinhäuser, geb. Ehrenreich

   
geboren am 26.01.1885 in Höchberg
Straße  Sartoriusstraße 6
Stadtteil Altstadt
Deportationsdatum17.06.1943
Todesdatum00.06.1943
TodesortAuschwitz
   
deportiert am 17.6.1943 nach Auschwitz, ermordet vermutlich im Juni 1943 in Auschwitz
Sartoriusstraße 6
   
Rebekka Steinhäuser stammte aus einer Lehrerfamilie, die die Höchberger Israelitische Präparandenanstalt mitgeprägt hatte. Sie heiratete mit Selig Steinhäuser einen Mann, der gezwungen war, diese traditionsreiche Schule zu schließen. Das Ehepaar hatte einen Sohn, Ludwig, geboren 1920 in Höchberg, der 1937 im Alter von 17 Jahren auf der Fahrt nach Palästina an einer Blindddarmentzündung verstarb. Dieser Schicksalsschlag traf Rebekka äußerst schwer, sie erlitt einen Nervenzusammenbruch. Obwohl sie 1931 mit ihrem Mann nach Würzburg gezogen war, hielt sie mit einer Frau aus Höchberg Kontakt, die die Steinhäusers mit notwendigen Lebensmitteln und anderen Dingen versorgte. Rebekka war gemeinsam mit ihrem Mann Mitglied im Jüdischen Kulturbund. Den Abend vor ihrer Deportation verbrachte das Ehepaar bei einem Vortrag in der Synagoge. Am 17.6.1943 wurde Rebekka mit ihrem Ehemann nach Auschwitz deportiert und dort , wie vermutet werden muss, unmittelbar nach der Ankunft ins Gas geschickt. Qu.: Staatsarchiv Würzburg, Gestapostelle 15185, 18871; R. Strätz, Biogr. Handbuch Würzburger Juden; R. Flade, Lehrer, Sportler, Zeitungsgründer (Schriften des Stadtarchivs Würzburg, H. 12, 1998, S. 114-116).
   
Quelle Staatsarchiv Würzburg, Gestapoakte15185, 18871
Reiner Strätz Biogr. Handbuch Würzburger Juden
Roland Flade Lehrer, Sportler, Zeitungsgründer (Schriften des Stadtarchivs Würzburg, H. 12, 1998, S. 114-116).
Autorin / Autor Dr. Hans-Peter Baum
Paten Kabarett Cherubim, Frau Gabriele Michelfeit
   
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