Eugenie Hersch, geb. Obermeyer

   
geboren am 20.02.1880 in Würzburg
Straße  Leistenstraße 17
Stadtteil Steinbachtal
Deportationsdatum23.09.1942
Todesdatum11.10.1942
TodesortTheresienstadt
   
deportiert am 23.09.1942 nach Theresienstadt und dort am 11.10.1942 ermordet
   
Eugenie Hersch war die Ehefrau von Hermann Hersch, den sie 1904 geheiratet hatte. Über ihr Leben wird leider kaum etwas berichtet. 1937 wurde sie von der Gestapo verwarnt, weil sie - aus einem nicht näher bekannten Grund - denunziert worden war. Zusammen mit ihrem Ehemann wurde sie am 23. September 1942 nach Theresienstadt deportiert, wo sie kurze Zeit später am 11. Oktober 1942 ums Leben kam.
Der Ehe von Hermann und Eugenie Hersch entstammten zwei Söhne, Walter Leo (*1908) und Friedrich Wilhelm (*1915). Beiden Söhnen gelang 1938 bzw. 1939 die Emigration in die USA.

Walter Hersch war aktiver Spieler (Stürmer) beim 1. Würzburger Fußball-Verein 04. 1935 verzog er nach Aschaffenburg. In der Vereinschronik von 1954 zum 50-jährigen Bestehen des 1. WFV 04 heißt es zum Sportjahr 1934 : "Außerdem traten Ereignisse ein, die zahlreiche Gönner und Förderer des 1. WFV 04 aus berechtigter Sorge um Leben und Eigentum ins Ausland gehen ließen.... Unvergessen sollen für immer die ... Menschen bleiben, denen der Verein viel zu verdanken hat, so u.a. den Herren Lewkowitz, Dorn, Löwenthal, Stern, Strauß, Marx, Hersch, Handburger."
   
Quelle Vereinschronik des 1. WFV 04, 1954;
Reiner Strätz, Biographisches Handbuch Würzburger Juden 1900-1945, Würzburg 1989, T. 1, S. 256;
Gedenkbuch Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, http://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de861042, (02.06.2016);
Datenbank der Holocaust Opfer aus den böhmischen Ländern und von Häftlingen im Theresienstädter Ghetto aus Europa, http://www.holocaust.cz/de/opferdatenbank/opfer/14901-eugenie-hersch/ (02.06.2016);
Deportation der jüdischen Bevölkerung aus dem Deutschen Reich. Würzburg - Theresienstadt, Abfahrtsdatum: 23.09.1942, http://www.statistik-des-holocaust.de/II26-10.jpg (02.06.2016).
SSAA – Einwohnermeldekartei. Ifd. Nr. 24402, http://www.historisches-unterfranken.uni-wuerzburg.de/test/web324w/showimg/showimg.php?files=../quellen/1052/24402.jpg#../quellen/1052/24402.jpg (02.06.2016).
Autorin / Autor Georg Rosenthal
Paten Der Würzburger Fussball-Verein, An den Vorstand
   
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