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Emil Gustav Herget

   
geboren am 28.10.1896 in Würzburg
Straße  Grombühlstraße 14
Stadtteil Grombühl
Deportationsdatum03.10.1940
Todesdatumunbekannt
TodesortPirna-Sonnenstein
   
ledig, ohne Beruf, kath.,
Mutter: Elise Herget, Reisendenwitwe, Wü, Fabrikstr. 7,.gest. 26.01.1935
Bruder: Dr. Ludwig Herget, Köln-Deutz, Gotenring 23/25
Zahlung: Landesarmenverband Ufr.
18.09.1924 Heil- u. Pflegeanstalt Werneck Nr. 5314
deportiert am 03.10.1940 nach Großschweidnitz, ermordet vermutlich 1940/41 in Pirna-Sonnenstein im Rahmen der "Aktion T4" ("Erwachseneneuthanasie") des NS-Regimes
   
Emil Gustav Herget ist als Kind des Adam Johann Herget im Einwohnermeldebogen erwähnt. Einen Beruf konnte er wohl nie ausüben. Seit 18. September 1924 befand er sich in stationärer Behandlung in der Heil- und Pflegeanstalt Werneck.
Bei der 1939 von dem NS-Regime angeordneten planmäßigen Erfassung der Patienten aller Heil- und Pflegeanstalten wurde sein Name auf eine Liste gesetzt, in der all jene Patienten verzeichnet waren, die im Rahmen der Aktion T4 ermordet werden sollten. Am 3. Oktober 1940 wurde er zunächst in die sächsische Landesanstalt Großschweidnitz verlegt und von dort in die Tötungsanstalt Pirna-Sonnenstein (bei Dresden), wo er 1940/41 ermordet wurde. Das genaue Datum seines Todes ist nicht bekannt.
   
Quelle Thomas Schmelter, Nationalsozialistische Psychiatrie in Bayern. Die Räumung der Heil- und Pflegeanstalten, Bergtheim, 1989;
Stadtarchiv Würzburg, Einwohnermeldebögen 1850-1920;
Heil- und Pflegeanstalt Werneck, Standbücher
Hess. Staatsarchiv Wiesbaden
Autorin / Autor
Paten Frau Gudrun Geier
   
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