Lucie Weinert, geb. Maaß

   
geboren am 02.09.1896 in Berlin
Straße  Ernst-Reuter-Straße 10
Stadtteil Grombühl
Deportationsdatum25.04.1942
Todesdatumunbekannt
TodesortIzbica (Lublin)
   
deportiert am 25.04.1942 nach Izbica (Lublin), Datum der Ermordung unbekannt
   
Lucie Weinert zog 1918/19 zusammen mit ihrem Ehemann und ihrer Mutter nach Würzburg. 1928 konvertierte sie zum evangelischen Glauben.

Nach ihrer Scheidung (um 1933) arbeitete sie bei einem befreundeten Radiohändler. Im August 1937 wurde sie wegen des Vorwurfs der "Rassenschande" von der Gestapo verhört, die eine Abstammungsprüfung vornahm. Im September 1939 wurde Lucie Weil als "Volljüdin" eingestuft. Religion interessierte die Machthaber nicht, ihnen war nur die pseudowissenschaftliche "Rassenzuordnung" wichtig.

Da Lucie Weinert entgegen den Gestapo Anweisungen auch weiterhin "arische" Kunden des Radiohändlers bediente, wurde sie im Januar 1941 für zwei Wochen inhaftiert und erhielt offiziell Berufsverbot.

Am 25. April 1942 wurde sie in den Raum Lublin (Izbica) deportiert.
   
Quelle Reiner Strätz, Biographisches Handbuch Würzburger Juden 1900-1945, Würzburg 1989, S. 661;
Gedenkbuch Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, http://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/988439 (26.06.2016);
Deportation der jüdischen Bevölkerung aus dem Deutschen Reich. Nürnberg - Würzburg nach Krasniczyn, Abfahrtsdatum: 25.04.1942, http://www.statistik-des-holocaust.de/OT420425-Wuerzburg47.jpg (22.06.2016).
Autorin / Autor d.o.k.
Paten Die Ev.-Luth. Kirchengemeinde St.Thomas, Herr Pfarrer Gerhard Roth
   
zurück