Georg Hirsch

   
geboren am 20.04.1888 in Würzburg
Straße  Haugerring 2
Stadtteil Altstadt
Deportationsdatum23.09.1942
Todesdatum18.02.1944
TodesortTheresienstadt
   
deportiert am 23.09.1942 nach Theresienstadt und dort am 18.02.1944 ermordet
Wohnte am Haugerring 20, heute etwa Haugerring 2
Laut einem historischen Stadtplan war die Nummerierung Häuser zu der Zeit gegenläufig zur heutigen und ging von Nr. 1 bis Nr. 22, heute nur noch bis Nr. 12. Die Gebäude-Komplexe sind heute auch viel größer als damals.
   
Georg Hirsch, der Sohn von Jakob Hirsch, einem angesehenen Weinhändler und seiner Frau Rosa, wuchs in Würzburg auf, arbeitete aber nach seiner Ausbildung zeitweise auch außerhalb.
Als Freiwilliger nahm er am 1. Weltkrieg teil, wurde schwer verwundet und mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse ausgezeichnet. Nach dem 1. Weltkrieg wurde er Teilhaber der Firma S. Löwenthal und Sohn, einer Weingroßhandlung. Am 1. Dezember 1922 trat Georg Hirsch in die SPD ein, am 1. August 1924 wurde er Mitglied des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold.
Da er nach einem Schlaganfall gelähmt und sprechunfähig war, lebte er ab Februar 1935 im Jüdischen Krankenhaus in der Dürerstraße. Trotz seiner schweren Behinderung bemühte sich Georg Hirsch intensiv, Deutschland zu verlassen - vergeblich. Am 23. September 1942 wurde er nach Theresienstadt deportiert. Dort ist er am 18. Februar 1944 umgekommen.
   
Quelle Staatsarchiv Würzburg, Gestapoakte 1615;
Reiner Strätz, Biographisches Handbuch Würzburger Juden 1900-1945, Würzburg 1989, T. 1, S. 265 f.;
Gedenkbuch Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, http://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de884568, (02.06.2016);
Datenbank der Holocaust Opfer aus den böhmischen Ländern und von Häftlingen im Theresienstädter Ghetto aus Europa, http://www.holocaust.cz/de/opferdatenbank/opfer/15633-georg-hirsch/ (02.06.2016).
Autorin / Autor Dorothee Klinksiek
Paten Frau Ulrike Weber-Sobotta, Herr Oswald Weber
   
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