Therese Aumann

   
geboren am 11.07.1882 in Gnodstadt / Unterfranken
Straße  Zwinger 28
Stadtteil Altstadt
Deportationsdatum23.03.1942
Todesdatumunbekannt
TodesortMajdanek
   
deportiert am 23.03.1942 nach Izbica, ermordet in Majdanek
Die Adresse gibt es nicht mehr. Der Stein wird dort verlegt, wo sich laut einem historischen Stadtplan das Haus befunden hat.
   
Über Therese Aumanns Leben ist nur wenig bekannt. Sie zog 1912, aus Bensheim/Hessen kommend, nach Würzburg, wo sie bei der verwandten Familie des Seminarlehrers Jakob Weißbart lebte. Sie arbeitete dort wohl als Haushälterin, außerdem bezog sie eine kleine Rente.
Schon im Januar 1939, also kurz nach Beginn der seit Dezember 1938 durchgeführten, alle jüdischen Mieter erfassenden Wohnungskündigungen, wurde sie in das "Judenhaus" Bibrastraße 6, das ehemalige Wohnheim der Israelitischen Lehrerbildungsanstalt (ILBA) eingewiesen.
Am 23. März 1942 wurde sie mit vielen anderen unterfränkischen Juden in den Raum Lublin, wohl zunächst nach Izbica, deportiert, von dort zu einem unbekannten Zeitpunkt, aber kaum viel später, nach Majdanek verbracht und dort ermordet.
   
Quelle Reiner Strätz, Biographisches Handbuch Würzburger Juden 1900-1945, Würzburg 1989, T. 1, S. 63;
Gedenkbuch Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, http://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de834763, (17.05.2016).
Autorin / Autor Hans-Peter Baum
Paten Die St. Ursula Schule, Klasse 10a, Frau Anna Fleischer
   
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