Manfred Krieger

   
geboren am 18.03.1931 in Würzburg
Straße  Zwinger 28
Stadtteil Altstadt
Deportationsdatum27.11.1941
Todesdatum00.00.1941
TodesortRiga
   
deportiert am 27.11.1941 nach Riga und dort vermutlich kurz nach der Ankunft ermordet
Die Adresse gibt es nicht mehr. Der Stein wird dort verlegt, wo sich laut einem historischen Stadtplan das Haus befunden hat.
   
Manfred Krieger besuchte in seinem Geburtsort Würzburg die Jüdische Volksschule. Seine Eltern versuchten offensichtlich energisch, Deutschland zu verlassen und nutzten alle Chancen, auch wenn dies zur Trennung der Familie führte. Manfred Krieger emigrierte im Januar 1939 mit Max Ansbacher in einem Kindertransport über Köln nach Brüssel. Dort wurde er aber nach der Besetzung des Landes von der deutschen Verwaltung erfasst und im Dezember 1940 nach Würzburg zurückgeschickt.
Er besuchte dann bis zur Deportation wieder die hiesige jüdische Volksschule. Im Juli 1941 stellte diese ihm letztmalig ein Zeugnis aus. Danach war Manfred Krieger ein eher mittelmäßiger Schüler, hatte allerdings in den Fächern Zeichnen, Gesang und Turnen jeweils eine "1".
Am 27. November 1941 wurde er zusammen mit seinen Eltern nach Riga deportiert und dort wohl wenig später ermordet; auch er gilt als "verschollen" in Riga.
   
Quelle Staatsarchiv Würzburg, Gestapoakte 5133;
Reiner Strätz, Biographisches Handbuch Würzburger Juden 1900-1945, Würzburg 1989, T. 1, S. 319;
Gedenkbuch Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, http://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/905480 (02.06.2016);
Deportation der jüdischen Bevölkerung aus der Bezirksstelle Bayern. Nürnberg - Würzburg nach Riga, Abfahrtsdatum: 29.11.1941, http://www.statistik-des-holocaust.de/OT411129-Wuerzburg3.jpg (02.06.2016).
Autorin / Autor Hans-Peter Baum
Paten Die Konfirmandengruppe St.Stephan - St.Johannis, Frau Pfarrerin Susanne Wildfeuer
   
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