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Selma Goldschmidt

   
geboren am 26.04.1889 in Würzburg
Straße  Pleicherschulgasse  2
Stadtteil Altstadt
Deportationsdatum23.03.1942
Todesdatumunbekannt
TodesortMajdanek
   
am 23.03.1942 nach Kranystaw deportiert und 1942 in Majdanek ermordet
   
Selma Goldschmidt war die Tochter des Weinhändlers Felix Goldschmidt (1846-1924) aus Bibergau/Ufr. und seiner Frau Mina, geb. Eckstein, (1860-1936) aus Höchberg. Ihr Vater war 1888 nach Würzburg gezogen, wie zuvor schon dessen Bruder Adolf (Jg.1844) und seine Mutter Therese, geb. Schloß, (ca.1819-1904). Dort war er zunächst als Buchhalter im Bankgeschäft seines Bruders tätig, bevor er eine Weingroßhandlung in der Johannitergasse 16 gründete.
Selma wuchs zusammen mit ihrer jüngeren Schwester Else (1893-1943) in Würzburg auf und lebte bei ihren Eltern. Im März 1917 zog die Familie in die Pleicherschulgasse 2. Nach dem Tod ihres Vaters lebte sie weiter mit der Mutter zusammen. Während ihre Schwester eine Ausbildung als Stenotypistin erhielt, ist über ein Ausbildung Selmas nichts bekannt. Beide Schwestern blieben unverheiratet. Im März 1938 zog Selma in die Theresienstraße 9 und im Jahr 1940 in die Hindenburgstraße 21.
Schwester Else lebte in Berlin und wohnte dort 1939 im Bezirk Tiergarten. Laut Gestapo-Unterlagen tauchte sie unter und hielt sich illegal im Raum Stuttgart auf, wo sie aufgegriffen und von dort am 19.4.1943 nach Auschwitz deportiert und im Juni 1943 ermordet worden war.
Im Jahr 1943 hat Selma bereits nicht mehr gelebt. Am 23. März 1942 war sie von der Bibrastraße 6 aus nach Krasnystaw deportiert und noch im selben Jahr in Majdanek ermordet worden.

Biographie erstellt September 2008, überarbeitet Februar 2018
   
Quelle Reiner Strätz, Biographisches Handbuch Würzburger Juden 1900-1945, Würzburg 1989, T. 1, S. 199;
Gedenkbuch Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, http://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de876752 (19.05.2016);
Stadtarchiv Würzburg, Adressbücher 1890-1941, Einwohnermeldekarte Felix Goldschmidt;
Reiner Strätz, Biographisches Handbuch Würzburger Juden 1900-1945, Würzburg 1989, T. 1, S. 199;
Gedenkbuch Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, http://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de876752 (19.05.2016);
Stadtarchiv Würzburg, Adressbücher 1890-1941, Einwohnermeldekarte Felix Goldschmidt;
1939 German Minority Census; Tracing the past (3.2.2018);
Angaben zu den im Text erwähnten Angehörigen, die Opfer der Shoa wurden, finden sich im Namensverzeichnis des Gedenkbuchs;
Biografische Datenbank Jüdisches Unterfranken, Informationen zu Selma Goldschmidt und ihre Angehörigen, http://www.historisches-unterfranken.uni-wuerzburg.de/juf/ (3.2.2018).
Autorin / Autor NN. Ingrid Sontag
Paten Herr Dr. Theo Kinstle
   
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