zurück

Adolf (2) Hamburger

   
geboren am 02.04.1901 in Kitzingen/Ufr.
Straße  Domstraße 26
Stadtteil Altstadt
Deportationsdatum27.11.1941
Todesdatum00.00.1942
TodesortRiga
   
deportiert am 27.11.1941 nach Riga und dort vermutlich 1942 ermordet
   
Adolf Hamburger wurde als Sohn des Kaufmanns Louis Hamburger und seiner Frau Natalie in Kitzingen geboren. 1902 zog die Familie nach Würzburg. Er wuchs in Würzburg auf, besuchte das Realgymnasium und machte anschließend eine Banklehre. Danach war er als Kaufmann in Nürnberg und Hannover tätig.
1923 kam er nach Würzburg zurück, vermutlich, um im Geschäft seines Vaters mitzuarbeiten. 1936 zog er nach Bad Neustadt/Saale. Das Geschäft des Vaters war inzwischen sicher "arisiert", so dass er seinen Lebensunterhalt auf andere Weise verdienen musste. 1938 kehrte Adolf Hamburger wieder nach Würzburg in sein Elternhaus zurück. Ab 1939 musste er Zwangsarbeit leisten.
Im Gegensatz zu seinen Geschwistern Max und Resi gelang es ihm nicht zu emigrieren. Er wurde am 27. November 1941 nach Riga deportiert. Das genaue Datum seiner Ermordung ist nicht bekannt, laut dem Gedenkbuch gilt er "für tot erklärt".
   
Quelle Reiner Strätz, Biographisches Handbuch Würzburger Juden 1900-1945, Würzburg 1989, T. 1, S. 232;
Stadtarchiv Würzburg, Einwohnermeldebögen;
Gedenkbuch Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, http://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de830555, (27.05.2016);
Yad Vashem – The Central Database of Shoa Victims’ Names, Verfolgtenliste, http://yvng.yadvashem.org/nameDetails.html?language=de&s_lastName=hamburger&s_firstName=adolf&s_place=kitzingen&itemId=10726337&ind=0&winId=8635788469281016907 (27.05.2016);
Deportation der jüdischen Bevölkerung aus der Bezirksstelle Bayern. Nürnberg - Würzburg nach Riga, Abfahrtsdatum: 29.11.1941, http://www.statistik-des-holocaust.de/OT411129-Wuerzburg6.jpg (10.06.2016).
Autorin / Autor Dorothee Klinksiek
Paten Das Siebold-Gymnasium /SMV, Hanna Hofmann
   
zurück