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Nathan Fulder

 
geboren am 11.11.1863 in Thüngen/Ufr.
Straße  Kartause 9 1/4
Stadtteil Altstadt
Deportationsdatum23.09.1942
Todesdatum26.10.1942
TodesortTheresienstadt
   
am 23.09.1942 nach Theresienstadt deportiert und dort am 26.10.1942 ermordet
   
Nathan Fulder war in Thüngen aufgewachsen und zog erst nach seiner Heirat 1903 nach Würzburg. Zusammen mit seinem Bruder Salomon gründete er die Textilhandelsfirma Gebrüder Fulder, Manufaktur- und Modewaren (d.h. Textilien, besonders Wäsche). Diese Firma residierte in der Kaiserstraße 24 und hatte zeitweise - der genaue Zeitpunkt ist nicht feststellbar - zwei Lehrlinge, einen Volontär und ein Lehrmädchen. Um 1913 trennten sich die Brüder geschäftlich. Nathan spezialisierte seine eigene Firma auf Hotel- und Klinikwäsche, führte allerdings keinen Laden, sondern hatte ein kleines Lager in seiner Wohnung.
Am 23. September 1942 wurde der schon fast 79-jährige Nathan Fulder zusammen mit seiner Ehefrau in einer der größten Deportationen aus Unterfranken nach Theresienstadt verschleppt. Die Deportation überlebte er nur um wenige Wochen.
   
Quelle Reiner Strätz, Biographisches Handbuch Würzburger Juden 1900-1945, Würzburg 1989, T. 1, S. 186 f.;
Gedenkbuch Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, http://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de871941 (19.05.2016);
Datenbank der Holocaust Opfer aus den böhmischen Ländern und von Häftlingen im Theresienstädter Ghetto aus Europa, http://www.holocaust.cz/de/opferdatenbank/opfer/11579-nathan-fulder/ (19.05.2016);
Yad Vashem – The Central Database of Shoa Victims’ Names, Gedenkblatt, http://yvng.yadvashem.org/nameDetails.html?language=en&s_lastName=fulder&s_firstName=nathan&s_place=&itemId=1602674&ind=6&winId=-1206984322280503479 (07.06.2016);
Deportation der jüdischen Bevölkerung aus Bezirksstelle Bayern. Nürnberg – Würzburg nach Theresienstadt, Abfahrtsdatum 23.09. – 24.09.1942, http://www.statistik-des-holocaust.de/II26-8.jpg (07.06.2016).

Foto: Yad Vashem – The Central Database of Shoa Victims’ Names
Autorin / Autor Hans-Peter Baum
Paten Frau Astrid Englert, Herr Dr. Stefan Englert
   
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