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Benno (1) Strauss

   
geboren am 20.07.1876 in Heilbronn
Straße  Untere Johannitergasse 5
Stadtteil Altstadt
Deportationsdatum25.04.1942
Todesdatum00.00.1943
TodesortTreblinka
   
deportiert am 25.4.1942 nach Krasnystaw, weiter deportiert 1943 nach Treblinka, ermordet vermutlich 1943 in Treblinka
Untere Johannitergasse 5
   
Benno Strauss wurde in Heilbronn geboren. Mit seinen Eltern Dina und Leopold Strauss kam er um 1880 nach Würzburg. Nach der Volkschule und 4 Klassen Oberrealschule machte er eine Kaufmannslehre. Ab 1894 arbeitet er in Straßburg, Paris und London, kam aber 1897 wegen einer schweren Erkrankung seines Vaters nach Würzburg zurück. 1902 wird er Teilhaber einer Werkzeugmaschinenfabrik in Frankfurt/Main. Offenbar war Benno Strauss in seinem Bereich sehr qualifiziert, denn nach kurzem Kriegsdienst 1915/16 wurde er als Aufkäufer für Werkzeugmaschinen im Ausland vom Kriegsdienst beurlaubt.1925 gründete er in Würzburg eine eigene Werkzeugmaschinenhandlung, die anscheinend nicht so erfolgreich lief. Sie wurde 1931 liquidiert. Anschließend schlug sich Benno Strauss als Vertreter durch. Am 4. November 1938 nahm ihn die Gestapo bis 7. Januar 1939 wegen "Frechen und aufreizenden Benehmens" in "Schutzhaft" - er hatte die Frau eines NS Funktionärs gegen sich aufgebracht, weil er den frisch geputzten Hausflur verunreinigt hatte. Nach seiner Entlassung bemühte er sich vergeblich um eine Chance zur Auswanderung. Im November 1939 erneut verhaftet, wurde er im Juli 1940 ins Umerziehungslager Radinkendorf bei Berlin eingewiesen. Im März 1942 setzte das Reichssicherungshauptamt den "Schutzhaftbefehl" von 1938 wieder in Kraft und ordnete die Überstellung ins KZ Sachsenhausen an. Benno Strauss wurde daraufhin am 13. März von der Gestapo Potsdam festgenommen und am 14. April von Berlin aus deportiert. Offensichtlich kam Benno Strauss nicht oder nur kurz nach Sachsenhausen. Am 25. April hält er sich nachweislich im Ghetto Krasnystaw auf. Ermordet wurde er wahrscheinlich in Treblinka. Das Todesdatum ist nicht bekannt. Das Amtsgericht Würzburg erklärte ihn zum 31.12.1942 für tot.
   
Quelle Reiner Strätz, Biograph.Handb.Würzburger Juden
Autorin / Autor Dr. Dorothee Klinksiek
Paten Das Röntgen-Gymnasium
   
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