Elisabeth Winterstein

   
geboren am 15.06.1937 in Würzburg
Straße  Am Pleidenturm 6
Stadtteil Altstadt
Deportationsdatum16.03.1944
Todesdatumunbekannt
TodesortAuschwitz
   
am 16.3.1944 nach Auschwitz deportiert und dort bald darauf ermordet
   
Elisabeth war die Tochter von Karoline Winterstein (Jg. 1917) und Enkelin des Korbmachers und Musikers Adolf Winterstein (1878-1940) und seiner Frau Elisabeth geb. Hofmann (1885-1945), der sich 1915 als erster der Familie in Würzburg niedergelassen hatte.
Elisabeth war die Älteste von drei Kindern. Ihr Vater war ein lediger Schneider aus Schnodsenbach, der ihre Mutter nicht heiraten konnte, weil Ehen zwischen „Deutschblütigen“ und Personen „artfremden Blutes“ verboten waren. Drei Jahre nach ihr kam 1940 die Schwester Sieglinde und 1943 der Bruder Rigo zur Welt.
Als ihre Mutter Karoline im Dezember 1943 verhaftet wurde, lag Elisabeth mit Scharlach im Krankenhaus. Daher entging sie der Deportation, die Mutter und die beiden anderen Geschwistern Sieglinde und Rigo nach Auschwitz brachte. Der Aufschub war nur kurz: Zusammen mit der Großmutter und weiteren Angehörigen der Winterstein-Familie wurde Elisabeth am 16. März 1944 nach Auschwitz deportiert. Ihr Todesdatum ist nicht bekannt. Ihre Mutter Karoline wurde von Auschwitz noch in die Lager Ravensbrück, Mauthausen und Bergen-Belsen verschleppt und überlebte. Ihre Großmutter starb nach der Befreiung des KZ Bergen-Belsen im Mai 1945 vermutlich an Typhus.
Biographie erstellt Januar 2010, überarbeitet Juni 2016
   
Quelle Roland Flade, Dieselben Augen, dieselbe Seele. Theresia Winterstein und die Verfolgung einer Würzburger Familie im "Dritten Reich"(Veröffentlichungen des Stadtarchivs Würzburg, Bd.14). Würzburg, 2008.
Autorin / Autor NN, Ingrid Sontag
Paten Frau Margarethe Schwarzmann
   
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