Amalie Blum

   
geboren am 03.08.1873 in Würzburg
Straße  Domerschulstraße 21
Stadtteil Altstadt
Deportationsdatum23.09.1942
Todesdatum00.00.1944
TodesortAuschwitz
   
deportiert am 23.09.1942 nach Theresienstadt, weiter deportiert am 18.05.1944 nach Auschwitz und dort ermordet
   
Amalie Blum war die Tochter von Marianne und Aron Blum. Der Vater hatte 1881 das Bürgerrecht erworben, war zunächst Lehrer und später Direktor der Jüdischen Volksschule in Würzburg.
Über Amalie Blums Lebensweg wissen wir so gut wie nichts. Seit 1920 war sie als Mikwe-Wärterin bei der Jüdischen Kultusgemeinde angestellt. Das lässt auf eine feste Verankerung in der jüdischen Gemeinde und auf einen religiösen Lebenswandel schließen, denn die Wärterin des jüdischen Ritualbades hat eine wichtige Funktion im religiösen Leben jüdischer Frauen. Sie achtet darauf, dass die rituelle Reinigung nach Menstruation oder Entbindung nach den Vorschriften der jüdischen Religionsgesetze abläuft und unterstützt die Frauen bei Bedarf.
Am 23. September 1942 wurde Amalie Blum nach Theresienstadt deportiert, am 18. Mai 1944 weiter nach Auschwitz. Hier verliert sich ihre Spur.
   
Quelle Reiner Strätz, Biographisches Handbuch Würzburger Juden 1900-1945, Würzburg 1989, T. 1, S. 98;
Gedenkbuch Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, http://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de844373, (17.05.2016);
Datenbank der Holocaust Opfer aus den böhmischen Ländern und von Häftlingen im Theresienstädter Ghetto aus Europa, http://www.holocaust.cz/de/opferdatenbank/opfer/6445-amalie-blum/ (17.05.2016).
Autorin / Autor Dorothee Klinksiek
Paten Das AsF, Frau Dr. Dorothee Klinksiek
   
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