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Emil Schloss

 
geboren am 12.02.1885 in Untereisenheim / Ufr.
Straße  Untere Johannitergasse 5
Stadtteil Altstadt
Deportationsdatum27.11.1941
Todesdatumunbekannt
TodesortRiga
   
deportiert am 27.11.1941 nach Riga und dort ermordet
   
Emil Schloss wurde als Sohn des Viehhändlers Leopold Schloss und seiner Frau Karoline in Untereisenheim geboren. Nach der Volks- und Fortbildungsschule arbeitete er im elterlichen Viehgeschäft, das 1901 nach Würzburg verlegt wurde. Von 1906 bis 1908 leistete Emil Schloss seinen Militärdienst ab. Als Soldat im Ersten Weltkrieg wurde er mehrfach ausgezeichnet. 1919 machte er sich als Viehaufkäufer selbständig. 1937 gab er den Beruf auf, um seinen Vater zu betreuen.

Emil Schloss wurde beim Novemberpogrom 1938 verhaftet und ins KZ Buchenwald überstellt. Zwei Wochen später kehrte er nach Würzburg zurück. Im September 1939 wurde er wegen verschiedener Nichtigkeiten von der Gestapo verwarnt: er hatte ein Wirtshaus besucht, das er als Jude nicht betreten durfte, Anglern am Main zugeschaut, etc. Ab 1940 musste er Zwangsarbeit bei der Stadt Würzburg leisten.

Am 27. November 1941 wurde er nach Riga deportiert. Dort verliert sich seine Spur.
   
Quelle Reiner Strätz, Biographisches Handbuch Würzburger Juden 1900-1945, Würzburg 1989, S. 515 f., 518;
Gedenkbuch Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, http://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/966196 (22.06.2016);
Deportation der jüdischen Bevölkerung aus der Bezirksstelle Bayern. Nürnberg - Würzburg nach Riga, Abfahrtsdatum: 29.11.1941, http://www.statistik-des-holocaust.de/OT411129-Wuerzburg6.jpg (10.06.2016).

Foto: Biographische Datenbank Jüdisches Unterfranken.
Autorin / Autor Dorothee Klinksiek
Paten Herr Dieter Stein, Margarethe Stein
   
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