Gitta Reiter, geb. Vorchheimer

   
geboren am 10.07.1894 in Thüngen/Ufr.
Straße  Franziskanergasse 12
Stadtteil Altstadt
Deportationsdatum27.11.1941
Todesdatumunbekannt
Todesortbei Riga
   
am 27.11.1941 nach Riga deportiert und bald darauf dort oder in der Nähe ermordet
   
Gitta Reiter stammte aus Thüngen und war das zweite Kind des Handelsmanns Samuel Vorchheimer (1861-1933) und seiner Frau Regina (1866-1923) geb. Vorchheimer, die 1890 geheiratet hatten. Schwester Ernestine kam 1892 und der jüngere Bruder Ignatz 1899 auf die Welt. Alle drei Geschwister waren Ende 1938 in Würzburg zugezogen.
Gitta wurde 1939 die zweite Ehefrau von Leopold Reiter und die Stiefmutter der zwei Söhne aus dessen erster Ehe, Hermann David (1927-1941/42) und Heinrich (1931-1941/42).
Die Familie musste 1940 die Wohnung in der Franziskanergasse verlassen und kam dann Beim Grafeneckart 9 unter, bis sie am 17.9.41 in die Bibrastraße 17 verlegt wurden. Gittas Schwester lebte bei ihnen. Zusammen mit ihrem Mann, den beiden Buben und ihren Geschwistern Ernestine und Ignatz wurde Gitta Reiter am 27.11.1941 nach Riga-Jungfernhof deportiert, wo sie vermutlich kurze Zeit später ebenso wie ihre Familienangehörigen ermordet wurde. Nur Bruder Ignatz überlebte die Lager in Riga, kam aber am 19. November 1944 im KZ Stutthof bei Danzig um.
Biographie erstellt September 2010, überarbeitet Mai 2016.
   
Quelle Reiner Strätz, Biographisches Handbuch Würzburger Juden 1900-1945, Würzburg 1989, T. 2, S. 457-458, 644-646;
Gedenkbuch Opfer der Verfolgung der Juden unter nationalsozialistischer Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, http://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de949022 (16.11.2015);
Angaben zu den im Text erwähnten Angehörigen, die Opfer der Shoa wurden, finden sich im Namensverzeichnis des Gedenkbuchs;
Staatsarchiv Würzburg, Gestapoakte 10308/09, 10313;
Stadtarchiv Würzburg, Adressbücher 1938-1940;
Auskunft von Herrn Kießlich, Ordnungsamt, Standesamt der VGem Zellingen,
Autorin / Autor NN, Ingrid Sontag
Paten Der Staatliche Hofkeller, Herr Jochem Gummersbach
   
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