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Elsa (Else, Elisa) Lewald

   
geboren am 27.02.1882 in Würzburg
Straße  Rückertstraße 11
Stadtteil Sanderau
Deportationsdatum27.11.1941
Todesdatumunbekannt
Todesortin/bei Riga-Jungfernhof
   
deportiert am 27.11.1941 nach Riga-Jungfernhof, vermutlich dort oder in der Nähe ermordet im Winter 1941/42
   
Die Schneiderin und "Kleinrentnerin" Elsa Lewald lebte in einem gemeinsamen Haushalt mit ihren ebenfalls unverheirateten Schwestern Anna, Gretchen und Hedwig. Nach der Schulzeit und Ausbildung in Würzburg war sie wohl in dem bis 1915 bestehenden Konfektionsgeschäft der ältesten Schwester Gretchen tätig. Ihre finanzielle Position verbesserte sich 1933 durch ein kleines Familienerbe. 1939 musste sie mit ihren Schwestern in eine "Judenwohnung" in der Bibrastraße 6 ziehen. Vermutlich bemühte sie sich, ebenso wie ihre Schwestern, um die Emigration in die USA. Doch angesichts der hohen Wartenummer beim US-Konsulat (Nr. 54359, Amerik. Konsulat Stuttgart, 15.04.1940) bestand diesbezüglich wenig Aussicht auf Erfolg.
Elsa Lewald wurde gemeinsam mit den Schwestern Anna und Hedwig am 27. November 1941 "im Zuge der Aktion zur Evakuierung der Juden nach Ostland" deportiert, in das Außenlager Riga-Jungfernhof gebracht und wahrscheinlich kurz darauf dort oder in der Nähe ermordet.
   
Quelle Staatsarchiv Würzburg, Gestapoakten 6048 - 6050, 18874;
Reiner Strätz, Biographisches Handbuch Würzburger Juden 1900-1945, Würzburg 1989, T. 1, S. 343;
Roland Flade, Jungfernhof. Ein idyllischer Ort bei Riga und seine dunkle Vergangenheit, in: Main-Post v. 30.11.2010;
Gedenkbuch Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, http://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/911468 (02.06.2016);
Deportation der jüdischen Bevölkerung aus der Bezirksstelle Bayern. Nürnberg - Würzburg nach Riga, Abfahrtsdatum: 29.11.1941, http://www.statistik-des-holocaust.de/OT411129-Wuerzburg9.jpg (02.06.2016).
Autorin / Autor Reiner Strätz
Paten Herr Thomas Berndt
   
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