Franz Wirsching

   
geboren am 28.05.1876 in Harthausen (Lkr. Mergentheim)
Straße  Haugerring 10
Stadtteil Altstadt
Deportationsdatum25.08.1944
Todesdatum13.02.1945
TodesortDachau
   
deportiert am 25.08.1944 nach Dachau und dort am 13.02.1945 ermordet
   
Franz Wirsching engagierte sich schon früh in der Arbeiterbewegung. Bereits 1895 trat er in die Gewerkschaft ein. 1906 - 1914 war er Geschäftsführer des Malerverbandes, vom Mai 1920 bis zur Zerschlagung der Gewerkschaften 1933 ADGB - Sekretär. Zudem war er Mitglied der SPD, des Reichsbanners und der Eisernen Front.

Wegen der Mitgliedschaft in diesen Organisationen und wegen seiner Funktion als Sekretär der Freien Gewerkschaften galt er automatisch als politischer Gegner des Nazi-Regimes und wurde 1933 mehrmals in "Schutzhaft" genommen. Nach seiner Entlassung aus der "Schutzhaft" hielt sich Wirsching in den folgenden Jahren mit offenen politischen Äußerungen und Aktivitäten zurück. In anonymen Briefen kritisierte er jedoch das System. 1942 wurde er als Verfasser dieser Briefe entlarvt und zu einem Jahr und drei Monaten Haft verurteilt. Nach seiner vorzeitigen Entlassung im März 1943 lassen sich keine politischen Aktivitäten mehr nachweisen.

Nach dem Attentat auf Hitler wurden im ganzen Reich politische Gegner willkürlich unter Generalverdacht verhaftet - so auch Franz Wirsching. Er wurde am 22. August 1944 festgenommen und am 25. August 1944 nach Dachau überstellt. Dort starb er am 13. Februar 1945.
   
Quelle Staatsarchiv Würzburg Gestapoakte 17437.
Autorin / Autor Dorothee Klinksiek
Paten Der DGB, Herr Gerd Söhnlein
   
zurück