Hedwig Rein, geb. Schwabacher

   
geboren am 17.04.1882 in Würzburg
Straße  Ludwigstraße 29
Stadtteil Altstadt
Deportationsdatum27.11.1941
Todesdatumunbekannt
Todesortin/bei Riga-Jungfernhof
   
am 27.11.1941 nach Riga-Jungfernhof deportiert, vermutlich dort oder in der Nähe ermordet im Winter 1941/42
   
Hedwig Rein wuchs als Tochter des Weinhändlers Emil Schwabacher und seiner Frau Fanny, geborene Brüll, unter anderem in Würzburg auf. Im Jahre 1910 heiratete sie in Genua den kaufmännischen Direktor Gustav Rein (gest.2.5.1917) aus Regensburg. Auch die Tochter Marianne wurde 1911 in Genua geboren. Nach dem Tod ihres Ehemannes kehrte Hedwig Rein 1917 wieder nach Würzburg zurück. Sie war Hausfrau und Miterbin von Grundstücken in Heidingsfeld. Ebenso wie andere jüdische Familien mussten auch Hedwig Rein und ihre Tochter aus ihrer Wohnung ausziehen, beide lebten zunächst in der Hindenburgstraße 34 und zuletzt in der Schillerstraße 8.
Ende August 1941 trafen sie Vorbereitungen für ihre Auswanderung nach Elberon, New Jersey, USA, wo ein Großonkel von Hedwig Rein, Frank S. Herrmann, auf Marianne und sie wartete. Sie stand schon auf der Warteliste für ein Visum, als sie am 27.11.1941 zusammen mit ihrer Tochter Marianne nach Riga deportiert, in das Außenlager Jungfernhof gebracht und vermutlich dort oder in der Nähe in den folgenden Wochen oder Monaten ermordet wurde.
   
Quelle Staatsarchiv Würzburg, Gestapoakte 10115;
Reiner Strätz, Biographisches Handbuch Würzburger Juden 1900-1945, Würzburg 1989, T. 2, S. 451;
Rosa Grimm (Hg.), Marianne Dora Rein. Das Werk, Würzburg 2011, S. 6f.;
Deportation der jüdischen Bevölkerung aus der Bezirksstelle Bayern. Nürnberg - Würzburg nach Riga, Abfahrtsdatum: 29.11.1941, http://www.statistik-des-holocaust.de/OT411129-Wuerzburg8.jpg (10.06.2016).
Autorin / Autor DR, SB
Paten Frau Rosa Grimm
   
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