Henny Ullmann

   
geboren am 04.07.1906 in Würzburg
Straße  Reibeltgasse 12
Stadtteil Altstadt
Deportationsdatum27.11.1941
Todesdatum00.00.1945
TodesortStutthoff
   
deportiert am 27.11.1941 nach Riga, ermordet vermutlich nach dem 11.02.1945 im KZ Stutthof
   
Henny Ullmann war die Tochter des Simon Ullmann und seiner Frau Peppi, geb. Sänger. Die Familie lebte bis in die dreißiger Jahre in der Reibeltgasse 12. Henny Ullmann besuchte von 1919 bis 1922 die Höhere Töchterschule von Georg Beyl in Würzburg, die sie mit sehr gutem Abschlusszeugnis verließ. Von 1926 bis Ende 1938 war sie Sekretärin und Buchhalterin an der Israelitischen Lehrerbildungsanstalt. Nach der Schließung dieser Einrichtung, die ihr ein hervorragendes Zeugnis für ihre dortige Tätigkeit ausstellte, war sie für die Israelitische Kultusgemeinde als Sekretärin und Fürsorgerin im Landbezirk Würzburg tätig.

Seit 1937 sind Auswanderungsbemühungen dokumentiert. Nach Aussage der Familie lebte sie um 1938 kurze Zeit in Palästina, kehrte jedoch nach Würzburg zurück, offenbar wegen ihrer beruflichen Verpflichtungen gegenüber der Jüdischen Gemeinde. Henny Ullmann war Mitglied einer orthodox-zionistischen Jugendgruppe (Brith Chaluzim Dathiim) und aktives Mitglied des jüdischen Turn- und Sportvereins Würzburg.

Aus den Akten geht hervor, dass sie sich freiwillig zur ersten Deportation gemeldet hatte. Während der Deportation war sie als "Fürsorge und Schreibkraft" eingeteilt.
   
Quelle Mitteilungen der Familie (Israel);
Staatsarchiv Würzburg, Gestapoakte 16210; 18874, fol. 18 und 59;
Stadtarchiv Würzburg, Adressbücher;
Reiner Strätz, Biographisches Handbuch Würzburger Juden 1900-1945, Würzburg 1989, S. 637;
Gedenkbuch Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, http://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/983680 (26.06.2016).
Autorin / Autor Ingrid Heeg-Engelhart
Paten Frau Dr. Ingrid Heeg-Engelhart
   
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