Ida Grünebaum

   
geboren am 27.12.1895 in Wenkheim/Baden
Straße  Dürerstraße 14
Stadtteil Altstadt
Deportationsdatum23.09.1942
Todesdatumunbekannt
TodesortAuschwitz
   
am 23.09.1942 nach Theresienstadt deportiert, am 18.05.1944 nach Auschwitz gebracht und dort ermordet
   
Ida Grünebaum wurde am 27. Dezember 1895 als Tochter von Samuel und Sara Grünebaum, geb. Stern, im badischen Wenkheim geboren. Sie blieb unverheiratet und über ihr Leben ist wenig bekannt. Sie muss zu einem unbekannten Zeitpunkt zu einem ihrer Geschwister oder anderen Verwandten nach Würzburg gezogen sein. Ihr Bruder David, geb. 1897, lebte dort von etwa 1924 bis 1931 und betrieb ein Schuhgeschäft in der Sterngasse 6. Ihre Schwester Milli, geb. 1894, war bereits seit 1921 mit dem Metzgermeister Ludwig Mai verheiratet und lebte mit ihm in der Sterngasse 12. Möglicherweise wohnte Ida Grünebaum bei ihnen. Seit Juni 1938 war sie jedenfalls im Heim Dürerstraße 20 untergebracht.
Nachdem die Familie von Milli Mai bereits im November 1941 nach Riga abtransportiert worden war, wurde Ida Grünebaum am 23. September 1942 nach Theresienstadt deportiert. Dort lebte sie mehr als anderthalb Jahre bis zu ihrem Transport nach Auschwitz am 18. Mai 1944. In Auschwitz wurde Ida Grünebaum ermordet.
   
Quelle Reiner Strätz, Biographisches Handbuch Würzburger Juden 1900-1945, Würzburg 1989, T. 1, S. 211, 364;
Familienüberlieferung Herbert Mai;
Martin Mais, Siebold-Gymnasium, Würzburg;
Gedenkbuch Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, http://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de880291, (27.05.2016);
Datenbank der Holocaust Opfer aus den böhmischen Ländern und von Häftlingen im Theresienstädter Ghetto aus Europa, http://www.holocaust.cz/de/opferdatenbank/opfer/13157-ida-gr-nebaum/ (27.05.2016);
Yad Vashem – The Central Database of Shoa victims’ Names, The Central database of Shoa Victims´ Names, http://yvng.yadvashem.org/nameDetails.html?language=en&s_lastName=gr%C3%BCnebaum&s_firstName=ida&s_place=wuerzburg&itemId=4865438&ind=0&winId=-3984309958828942680 (27.05.2016).
Autorin / Autor Helmut Försch
Paten Frau Dagmar Beier
   
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