Fritz (Friedrich) Max Zeilberger

   
geboren am 14.11.1927 in Würzburg
Straße  Gardistenstraße 1
Stadtteil Altstadt
Deportationsdatum20.10.1941
Todesdatum02.08.1942
Todesortunbekannt
   
am 20.10.1941 von Frankfurt a.M. ins Ghetto Lódz (Litzmannstadt) deportiert und dort oder in der Nähe am 02.08.1942 ermordet
Die Gardistenstr. 1 existiert nicht mehr, der Stolperstein liegt daher an der Hofstallstraße.
   
Fritz Zeilberger war der jüngere von zwei Söhnen der Kaufleute Heinrich Zeilberger (1883–1942) aus Ermershausen und Blanka Zeilberger, geb. Lutzky (1889-1942) aus Alsheim. Die Eltern hatten 1923 in Würzburg geheiratet und betrieben zusammen mit der Großmutter Bertha Lutzky die Kleiderfabrik Lutzky&Zeilberger, die vom Großvater Adolf Lutzky 1897 gegründet worden war.

Fritz lebte bis Ende November 1937 in Würzburg mit der Familie in der Gardistenstraße 1und ging dort zur jüdischen Volks- und Berufsschule. In Frankfurt a.M., wo die Familie nach der Auflösung ihrer Firma hingezogen war, dürfte er seine Schulausbildung noch einige Zeit fortgesetzt haben.

Mit seinen Eltern und dem Bruder wurde Fritz Zeilberger am 20. Oktober 1941 von Frankfurt aus ins Ghetto Lódz (Litzmannstadt) deportiert. Bei seiner Ermordung nach einem Dreivierteljahr im August 1942 war er noch keine fünfzehn Jahre alt. Seine Eltern waren bereits im März des gleichen Jahres umgekommen, das Todesdatum seines Bruders ist nicht bekannt.

Biographie erstellt im April 2012, überarbeitet Juli 2016
   
Quelle Staatsarchiv Würzburg, Gestapoakten 17861;
Reiner Strätz, Biographisches Handbuch Würzburger Juden 1900- 1945, Würzburg 1989, T. 2, S. 685, T. 1, S. 36162;
Gedenkbuch Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, http://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/996868 (26.06.2016).
Autorin / Autor Reiner Strätz
Paten Adolf-Kolping-Schule, Frau Elfi Gräbner
   
zurück