Hans Adolf Zeilberger

   
geboren am 26.05.1926 in Würzburg
Straße  Gardistenstraße 1
Stadtteil Altstadt
Deportationsdatum20.10.1941
Todesdatumunbekannt
Todesortunbekannt
   
am 20.10.1941 von Frankfurt a.M. ins Ghetto Lódz (Litzmannstadt) deportiert und dort oder in der Nähe 1942 ermordet
Die Gardistenstraße existiert nicht mehr, der Stolperstein liegt daher an der Hofstallstraße.
   
Hans Zeilberger war der Sohn von Heinrich Zeilberger (1883-1942) aus Ermershausen und Blanka Lutzky (1889-1942), die 1923 geheiratet und ebenso wie die Eltern Lutzky in der Gardistenstraße 1 gewohnt hatten.

Wie sein Bruder Fritz ging Hans Zeilberger in Würzburg zur jüdischen Volks- und Berufsschule. Seine Eltern betrieben gemeinsam mit der Großmutter Bertha Lutzky eine Kleiderfabrik und Kleiderhandlung in der Oberthürstraße 5. Der Vater war in verschiedenen jüdischen Vereinigungen aktiv. Nach Aufgabe der Firma zog die Familie Ende November 1937 zusammen mit der Großmutter mütterlicherseits nach Frankfurt a.M. Dort war Hans vermutlich noch eine zeitlang Schüler, vielleicht auch noch Auszubildender.

Zusammen mit seinen Eltern und seinem Bruder wurde der fünfzehnjährige Hans Zeilberger von Frankfurt aus nach Lódz (Litzmannstadt) deportiert und dort ermordet. Sein Todesdatum ist nicht bekannt. Seine Eltern kamen im März 1942 ums Leben, sein Bruder Fritz im August des gleichen Jahres.

Biographie erstellt im April 2012, überarbeitet Juli 2016
   
Quelle Staatsarchiv Würzburg, Gestapoakten 17861;
Reiner Strätz, Biographisches Handbuch Würzburger Juden 1900-1945, Würzburg 1989, T. 2, S. 685, T. 1 .S. 361-62;
Gedenkbuch Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, http://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/996861 (26.06.2016).
Autorin / Autor Reiner Strätz, Ingrid Sontag
Paten Riemenschneider-Gymnasium, Herrn Gerald Mackenroth
   
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