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Lea Lehmann, geb. Kuhn

   
geboren am 25.04.1864 in Aidhausen/Unterfranken
Straße  Friedenstraße 19
Stadtteil Sanderau
Deportationsdatum23.09.1942
Todesdatum10.10.1942
TodesortTheresienstadt
   
am 23.09.1942 nach Theresienstadt deportiert und dort am 10.10.1942 ermordet
   
Lea Lehmann wurde am 25. April 1864 als Tochter des Webermeisters und Kaufmanns Isaak Kuhn (Jg.1825) und Rebekka geb. Sittenheim im unterfränkischen Aidhausen (Hassberge) geboren. Die Eltern waren am 7. Juli 1852 dort getraut worden. Lea (Lia) wuchs ohne Geschwister auf, denn ein Zwillingspaar starb 1854 bei der Geburt.
Sie heiratete den Religionslehrer David Lehmann (1856-1929), der aus Rimpar stammte und ein Sohn des Lippmann Lehmann (1816-1891) und dessen erster Frau Karoline geb. Stern (1827-1859) war. In den Jahren 1877-1922 war ihr Mann in Brückenau tätig, wo auch die Tochter Gitta im Mai 1885 auf die Welt kam.
Einige Jahre nach der Pensionierung zog das Ehepaar im Mai 1928 zur Tochter nach Würzburg, die mit ihrem Ehemann Jakob Stoll in der Friedenstraße 19 lebte. Schon sehr bald darauf im Februar 1929 starb Leas Ehemann.
Als Gitta und Jakob Stoll im August 1939 in die USA emigrierten, konnte die Mutter nicht mit ausreisen und wohnte dann im jüdischen Altersheim Konradstr. 3.
Von dort wurde sie am 23. September 1942 nach Theresienstadt deportiert. Wenige Tage nach ihrer Ankunft starb die 78-jährige Dame am 10. Oktober 1942 an den Strapazen des Transports und den unmenschlichen Lebensbedingungen.

Biographie erstellt November 2012, ergänzt Dezember 2017
   
Quelle Reiner Strätz, Biographisches Handbuch Würzburger Juden 1900-1945, Würzburg 1989, T. 1, S. 337; T. 2, S. 605-606;
Gedenkbuch Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, http://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/910355 (02.06.2016);
Datenbank der Holocaust Opfer aus den böhmischen Ländern und von Häftlingen im Theresienstädter Ghetto aus Europa, http://www.holocaust.cz/de/opferdatenbank/opfer/20593-lea-lehmann/ (02.06.2016);
Deportation der jüdischen Bevölkerung aus Bezirksstelle Bayern. Nürnberg – Würzburg nach Theresienstadt, Abfahrtsdatum 23.09. – 24.09.1942, http://www.statistik-des-holocaust.de/II26-14.jpg (02.06.2016);
Staatsarchiv Würzburg, Jüdisches Standesregister Nr. 3 Aidhausen;
Biografische Datenbank Jüdisches Unterfranken, Informationen zu Lea Lehmann und ihre Angehörigen, http://www.historisches-unterfranken.uni-wuerzburg.de (1.12.2017).
Autorin / Autor DH, SB, Ingrid Sontag
Paten Herr Andreas Roser
   
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