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Luise Schwerin

   
geboren am 07.11.1879 in Burghaslach/Mittelfranken
Straße  Friedenstraße 44
Stadtteil Sanderau
Deportationsdatum23.03.1942
Todesdatumunbekannt
Todesortunbekannt
   
deportiert am 23.03.1942 nach Izbica und vermutlich wenig später im Raum Lublin ermordet
   
Luise Schwerin, geb. Sturm, wurde am 7. November 1879 als Tochter von Isaak Sturm und Ricka, geb. Uffenheimer, in Burghaslach in Mittelfranken geboren. Zusammen mit ihren Geschwistern Ella und Salomon wuchs sie in Burghaslach auf und besuchte dort die jüdische Volksschule. Danach absolvierte sie eine Ausbildung zur Lehrerin mit Schwerpunkt englische und französische Sprache an der Höheren Weiblichen Bildungsanstalt in Aschaffenburg, die schließlich 1898 mit der Prüfung als Lehrerin endete.

Im Anschluss daran arbeitete sie als Hauslehrerin in Dortmund, sowie als Lehrerin an der jüdischen Volksschule in Burghaslach und an der Stein´schen Höheren Privat-Töchterschule in Fürth/ Mittelfranken. Weiterhin war sie als Erzieherin im In- und Ausland tätig. So lebte sie eine Zeit lang in Paris und in Frankfurt am Main.

Mit ihrem Ehemann Friedrich Schwerin (geb.1879), einem Kaufmann, mit dem sie seit 1914 oder 1919 in dessen zweiter Ehe verheiratet war, zog sie 1923 nach Würzburg in die Friedenstraße 44. Das Ehepaar hatte keine Kinder. Nach dem frühen Tod ihres Mannes im Jahre 1930 und einer längeren Krankheit arbeitete sie seit dem 12. Januar 1940 als Privatlehrerin für englische Sprache. Dies wurde ihr zur Förderung der Auswanderung der jüdischen Würzburger von der Polizeidirektion Würzburg genehmigt. Zuletzt lebte sie in der Sammelunterkunft in der Bibrastraße 6.

Am 23. März 1942 wurde sie von Kitzingen aus nach Izbica deportiert und vermutlich wenig später im Raum Lublin ermordet.
   
Quelle Staatsarchiv Würzburg, Gestapoakte 14001; Reiner Strätz, Biographisches Handbuch Würzburger Juden 1900-1945, Würzburg 1989, T. 1, S. 543;
Gedenkbuch Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, http://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/971097 (23.06.2016);
Yad Vashem – The Central Database of Shoa Victims’ Names, Gedenkblatt, http://yvng.yadvashem.org/nameDetails.html?language=en&itemId=647871&ind=1 (23.06.2016);
Deportation der jüdischen Bevölkerung aus dem Deutschen Reich. Nürnberg - Würzburg nach Krasniczyn, Abfahrtsdatum: 25.04.1942, http://www.statistik-des-holocaust.de/OT420425-Wuerzburg47.jpg (22.06.2016).
Autorin / Autor DH, SB
Paten Frau Ursel Müller
   
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