Selma Helene Sigmund, geb. Prager

   
geboren am 29.12.1877 in Forchheim/Ofr.
Straße  Kaiserstraße 19
Stadtteil Altstadt
Deportationsdatum17.06.1943
Todesdatumunbekannt
TodesortAuschwitz
   
deportiert am 17. Juni 1943 nach Auschwitz und vermutlich wenig später dort ermordet
   
Selma Helene Sigmund kam am 29. Dezember 1877 als älteste Tochter des Viehhändlers Salomon Prager und seiner Frau Getta, geb. Löwenstein, zur Welt. Sie wuchs mit ihrer Schwester Kunigunde in Forchheim auf.
1911 heiratete sie den 10 Jahre älteren, bereits verwitweten Albert Sigmund und zog zu ihm nach Würzburg. Er brachte die Tochter Nori (geb. 1899 in Würzburg) mit in die Ehe. Albert Sigmund verstarb 1926. In den 1930er Jahren lebte Selma Helene mit ihrer Schwägerin Netta Sigmund und ihrer Schwester Kunigunde Prager in einem gemeinsamen Haushalt in der Kaiserstraße 19. Netta Sigmund emigrierte 1939 zu ihrem Sohn Ernst, der bereits 1933 nach Amsterdam ausgewandert war.
Ab Oktober 1941 lebte Selma Helene Sigmund im Altersheim in der Konradstraße 3, später im Sammelquartier an der Bibrastr. 6. Von dort wurde Selma Helene Sigmung am 17. Juni 1943 zusammen mit ihrer Schwester Kunigunde Prager nach Auschwitz deportiert, wo sie vermutlich wenig später ermordet wurden.
   
Quelle Reiner Strätz, Biographisches Handbuch Würzburger Juden 1900-1945, Würzburg 1989, T. 2, S. 558.
Gedenkbuch Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, http://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de960941 (09.05.2013).
Alemannia Judaica, www.alemannia-judaica.de/forchheim_synagoge.htm (09.05.2013).
Autorin / Autor Barbara Gärtner
Paten Die Linke Kreisverband
   
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