Margarete Fellner

   
geboren am 30.03.1904 in Würzburg
Straße  Ursulinergasse  2/II
Stadtteil Altstadt
Deportationsdatum11.12.1940
Todesdatum11.12.1940
TodesortGrafeneck
   
ledig,katholisch, Dienstmädchen,
01.08.1933 Heil- und Pflegeanstalt Werneck (Beschluss d. Magistrats WÜ vom 1.8.33)
04.10.1940 Heil- und Pflegeanstalt Lohr
13.11.1940 Heilanstalt Weinsberg
11.12.1940 Tötungsanstalt Grafeneck
   
Margarete wird am 30. März 1904 als Tochter der Zimmermannseheleute Otto und Frieda Fellner in Würzburg geboren. Sie arbeitet als Dienstmädchen und wandert am 3. Mai 1928 zusammen mit ihrer Schwester Elisabeth auf dem Schiff "München" von Bremen nach Amerika aus. Anlaufadresse der beiden ist ihr Onkel Konrad Stadtmüller in New York 234 E 82nd Street. In Amerika arbeiten beide als Dienstmädchen.
Die Schwester heiratet, Margarete aber wechselt häufig den Arbeitsplatz und wird auf Grund ihres auffallenden Verhaltens von der Polizei in ein Krankenhaus eingeliefert.
Nachdem sie mehrere Wochen in einer Anstalt verbrachte, wird sie aus Amerika ausgewiesen. Auf dem Schiff muss sie künstlich ernährt werden. Am 24. Juli 1933 kommt sie wieder in Würzburg an und wird laut bezirksärztlichem Gutachten als schwer geisteskrank am 01. August 1933 in die Heil- und Pflegeanstalt Werneck eingewiesen, was der Beschluss des Würzburger Stadtrates bestätigt.
Im Zuge der Räumung von Werneck wird sie am 04. Oktober 1940 in die Heil- und Pflegeanstalt Lohr verlegt. In einem Brief an die Mutter teilt Lohr am 13. November 1940 mit: Die Patientin ist auf höhere Anordnung (Transport auf Reichskosten) für die Dauer eines halben Jahres in die staatliche Heilanstalt Weinsberg/Baden-Württemberg überführt worden.
Am 11. Dezember 1940 wird sie mit einem weiteren Transport in die Tötungsanstalt Grafeneck gebracht und hier vermutlich noch am selben Tag ermordet.
   
Quelle Archiv des Bezirkskrankenhauses Lohr
Staatsarchiv Ludwigsburg 235 III Bü 186;
Stadtarchiv Würzburg: Adressbücher;
www.familysearch.org 2014.
Autorin / Autor Inge Kaesemann
Paten Familie Carmen, Max und Daniel Kantelberg
   
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