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Eugen Schick

   
geboren am 14.04.1910 in Würzburg
Straße  Rimparer Steig  6
Stadtteil Grombühl
Deportationsdatum27.06.1941
Todesdatum27.06.1941
TodesortHartheim
   
Eugen Erwin Schick, geb. 14.04.1910, kath., ledig, o.Beruf,
27.04.1923 St. Josephshaus Gemünden
11.12.1934 Wohltätigkeits-und Pflegeanstalt der Barmherzigen Brüder in Reichenbach/Oberpfalz
19.05.1941 Niederbayer. Kreis- Heil- und Pflegeanstalt in Mainkofen/Niederbayern
27.06.1941 verlegt mit T4-Transport Nr. 4 nach Hartheim/Linz
   
Eugen Schick wird am 14.04.1910 als Sohn der Eheleute Johann Baptist Schick(geb.11.10.1874) Wagenwärtergehilfe, Zugführer und seiner Ehefrau Cäcilie, geb. Mathes, (geb. 23.12.1876) in Würzburg geboren. Die Eltern wohnen ab 1906 in Würzburg, Rimparersteig 6. Am 22.07.1912 verstirbt die Mutter und der Vater heiratet 1913 Mathilde, geb. Rüger, und hat mit ihr vier weitere Kinder: 1. Wilhelm Adolf Martin, geb. 23.4.1915, gest.20.12.1917, 2.Paula Maria Mathilde, geb.5.8.1917, 3. Maria Erna Katharina, geb. 25.3.1919, 4. Auguste Anna Maria geb. 12.10.1921. Ab 1923 lebt er in der Anstalt St. Josephshaus in Gemünden. Am 27.April 1927 schreibt der Bezirksarzt Dr. Schröfl in seinem Bezirksärztlichen Zeugnis: "Schutz und Sicherung seiner Umgebung verlangen seine Einschaffung d.h. sein Verbleiben in einer Anstalt...in der Anstalt St. Josephshaus könnte er zu landwirtschaftlichen Arbeiten verwendet werden."Seine Eltern haben ihn in den letzten vier Jahren in den Ferien nicht mehr nach Hause geholt, weil sie den negativen Einfluss auf die jüngeren Halbgeschwister verhindern wollten".
Seit 11. Dezember 1934 befindet sich Eugen Schick in der Wohltätigkeits- und Pflegeanstalt der Barmherzigen Brüder in Reichenbach, Oberpfalz. Nach dem ärztl. Zeugnis des Anstaltsarztes Dr. Klotz vom 22. Juni 1939 "kann er nur zu einfachen, immer gleichbleibenden Arbeiten im Haushalt unter Aufsicht verwendet werden. Er wird zeitlebens nicht imstande sein, sich seinen Lebensunterhalt selbst zu verdienen."
Am 19. 05. 1941 wird er von Reichenbach in die Niederbayer. Kreis-, Heil- und Pflegeanstalt Mainkofen/Niederbayern verlegt. Von dort wird Eugen Schick "im Auftrag des Reichsverteidigungskommissariats in eine andere Anstalt verlegt".
Am 27. 06. 1941 wird er mit dem T4-Transport in die Tötungsanstalt Hartheim/Linz gebracht und vermutlich noch am Tag seiner Ankunft ermordet.
   
Quelle BA Berlin, R 179 Archivnr. 20227
Hauptbuch Mainkofen
Bewohnerbuch Reichenbach
Stadtarchiv WÜ: Einwohnermeldebogen, Adressbücher,
Autorin / Autor Regine Samtleben
Paten Ärztekollegium der Kinderklinik und Polyklinik, Herr Prof.Dr.med. Johannes Wirbelauer
   
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