Walter Küttenbaum

   
geboren am 16.02.1894 in Frankfurt/M.
Straße  Hofstraße 11
Stadtteil Altstadt
Deportationsdatum05.07.1941
Todesdatum05.07.1941
TodesortHartheim
   
Walter Küttenbaum geb. 16.02.1894, kath., ledig, Beruf: Kaufmann
18.08.1914 Landesheilanstalt Eichberg bei Wiesbaden (Kinder- und Jugendfachabteilung)
23.04.1915 Heil- und Pflegeanstalt Werneck
14.10.1939 Wohltätigkeits- und Pflegeanstalt der Barmherzigen Brüder in Reichenbach/Oberpfalz
17.05.1941 Heil- und Pflegeanstalt Mainkofen
05.07.1941 Tötungsanstalt Hartheim
Ermordet 05.07.1941
   
Walter Küttenbaum wird am 16. Februar 1894 als unehelicher Sohn der Therese Barbara Küttenbaum, Damenschneiderin in Würzburg, Hofstr. 11 in Frankfurt/Main geboren. Er besucht die Handelsschule.
Mit 20 Jahren, am 18. August 1914 wird er in die Landesheilanstalt Eichberg, eine Anstalt in der Nähe von Wiesbaden mit einer Kinder- und Jugendfachabteilung eingewiesen und von dort am 23. April 1915 in die Heil- und Pflegeanstalt Werneck überführt. Aus dem Krankheitsbericht bei der Aufnahme in Werneck ist nachzulesen, dass er ein scheues Kind war, in den Wäldern von Frankfurt herumirrte, von Geistern sprach und sich sein Zustand in der Zeit in Eichberg zunehmend verschlechterte. Im Mai 1919 stirbt seine Mutter.
Sein Vormund wird Margarete Küttenbaum, seine Großmutter. Sie wohnt in der Eppstr. 9, heute Frankfurterstr. 9. Die Kosten übernimmt der Landesfürsorgeverband Mainfranken. Vom 23. April 1915 bis zum 14. Oktober 1939 lebt er in der Heil- und Pflegeanstalt Werneck. Auch in dieser Zeit verschlechtert sich sein Zustand weiterhin. Wahnideen und Beeinflussung durch sein Spiegelbild und den Teufel bestimmen sein Leben.
Am 14. Oktober 1939 wird er in die Wohltätigkeits- und Pflegeanstalt der Barmherzigen Brüder in Reichenbach/Opf. gebracht. Von dort verlegt man ihn am 17. Mai 1941 in die Niederbayerische Kreis- Heil- und Pflegeanstalt Mainkofen bei Deggendorf und am 05. Juli 1941 im Auftrag des Reichsverteidigungskommissars mit dem T4-Transport Nr. 5 in die Tötungsanstalt Hartheim/Linz, wo er vermutlich noch am selben Tag ermordet wird.
   
Quelle Standbuch der Heil- und Pflegeanstalt Werneck Aufnahmenr. 4649;
Hauptbuch der Kreis-Heil-und Pflegeanstalt Mainkofen;
BA Berlin R 179 Archivnr. 3122;
Wohltätigkeits- und Pflegeanstalt der Barmherzigen Brüder Reichenbach/Opf.
Autorin / Autor Regine Samtleben
Paten Herr Josef Ludwig
   
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