Heinrich Fuchs

   
geboren am 19.01.1898 in Würzburg
Straße  Ingolstadter Hof  7
Stadtteil Altstadt
Deportationsdatum27.06.1941
Todesdatum27.06.1941
TodesortHartheim
   
Geboren 19.01.1898, katholisch, ledig;
09.10.1923-07.11.1923 Psychiatrische Klinik Würzburg
10.08.1924-02.12.1939 Heil- und Pflegeanstalt Werneck
02.12.1939 Verlegung nach Reichenbach
17.05.1941 Ankunft in Mainkofen
27.06.1941 mit T4-Transport nach Hartheim verlegt und ermordet
   
Heinrich Fuchs wurde am 19.1.1898 als fünftes von neun Kindern der Eheleute Michael Fuchs und Margareta Fuchs, geb. Stengel, in Nürnberg geboren.
Sein Vater verdiente den Lebensunterhalt für die große Familie als Holzspalter, Hadernhändler und Müllergehilfe. Die Mutter Margareta Fuchs wird in den Einwohnermeldebögen als Rohproduktenhändlerin und Zeitungsträgerin genannt, trug also ebenfalls zum Unterhalt der Familie bei.
Über das Leben von Heinrich Fuchs ist wenig bekannt: in der Schule blieb er einmal sitzen, lernte das Schlosserhandwerk, tat sich offensichtlich jedoch mit der Ausübung seines Berufes schwer. In der erhaltenen Krankenakte von Heinrich Fuchs findet sich der Vermerk, dass er überall, wo er tätig war, weggeschickt worden sei. Die meiste Zeit schien er untätig zu Hause gewesen zu sein, bei seiner Mutter in der Wohnung am Ingolstadterhof 7. Heinrich Fuchs war nicht verheiratet und hatte keine Kinder.
Auffälliges Verhalten zeigte er erstmals im Jahr 1919. Vom 9. Oktober 1923 bis 7. November 1923 befand sich Heinrich Fuchs als Patient in der Psychiatrischen Klinik Würzburg. Sein Verhalten wird als apathisch und teilnahmslos beschrieben, offensichtlich zeigte er Anzeichen von Wahnvorstellungen.
Seit 10. August 1924 befand sich Heinrich Fuchs in der Heil- und Pflegeanstalt Werneck. Er litt nach wie vor an Wahnvorstellungen, wird als antriebslos und gleichgültig beschrieben, ohne Initiative. 1937 findet sich der Eintrag, er sei stuporös, als Kohlfahrer zu gebrauchen. 1939 ist er laut Krankenakte immer noch stuporös und arbeite fleißig.
Am 2. Dezember 1939 wird er als ungeheilt aus Werneck entlassen und nach Reichenbach verlegt. Seine Aufnahme in Mainkofen lässt sich für den 17. Mai 1941 nachweisen.
Von Mainkofen aus wurde Heinrich Fuchs am 27. Juni 1941 mit dem T4-Transport Nr. 4 nach Hartheim verlegt und dort noch am selben Tag ermordet.
   
Quelle Standbuch des Bezirkskrankenhauses Werneck Aufnahmenr. 5304;
Hauptbuch Mainkofen;
BA Berlin R 179 5840;
Stadtarchiv Würzburg.
Autorin / Autor Petra Blasius
Paten Plettau & Braun GbR, Atelier für Gestaltung, Frau M.A. Gisela Plettau
   
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