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Frieda Heinemann, geb. Kremer

   
geboren am 14.04.1902 in Poppenlauer
Straße  Harfenstraße 12
Stadtteil Altstadt
Deportationsdatum25.04.1942
Todesdatumunbekannt
TodesortRaum Lublin
   
deportiert am 25.04.1942 nach Krasniczyn in Ostpolen, vermutlich kurz darauf im Raum Lublin ermordet. Ehemals wohnhaft in der Harfenstraße 12, der Gedenkstein liegt heute an der Bismarckstraße 17
   
Über Leben und Schicksal von Frieda (Frida) Heinemann ist nur wenig bekannt. Sie wuchs in Poppenlauer auf und heiratete im Mai 1934 den Kaufmann Albert Heinemann in Würzburg, der eine Öl-, Fett- und Kolonialwarenhandlung betrieb. Er war ebenfalls in Poppenlauer geboren. Vermutlich hat die Eheschließung innerhalb des weiteren Verwandtenkreises stattgefunden, was zu dieser Zeit nicht unüblich war. Friedas Schwiegermutter Karoline Heinemann trug vor ihrer Heirat nämlich ebenfalls den Namen Kremer und war in Poppenlauer geboren.
Am 18. Dezember 1936 brachte Frieda Heinemann ihre Tochter Beate zur Welt. Zwei Jahre später, im November 1938, wurde ihr Mann Albert während des Pogroms verhaftet und nach Buchenwald verschleppt. In einem Brief an die Gestapo bat Frieda um seine Freilassung. Bis zu Alberts Entlassung am 6. Dezember war Frieda Heinemann mit der kleinen Beate und dem Geschäft ihres Mannes auf sich alleine gestellt.
In der Folgezeit bemühte sich die Familie um eine Auswanderung in die USA. Doch ohne Erfolg, woraufhin Frieda mit ihrer Familie im Oktober 1941 zu ihren Eltern nach Poppenlauer zog.
Von dort aus wurde Frieda Heinemann mit ihrem Mann und ihrer kleinen Tochter am 25. April 1942 über Würzburg und Krasnystaw nach Krasniczyn in Ostpolen deportiert und vermutlich kurz darauf im Raum Lublin ermordet.
Friedas Eltern Philipp und Eleonore Kremer starben 1943 und 1944 in Theresienstadt.
   
Quelle Reiner Strätz, Biographisches Handbuch Würzburger Juden 1900-1945, Würzburg 1989, T. 1, S. 249;
Staatsarchiv Würzburg, Gestapoakten 832;
Gedenkbuch Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, http://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de856186, (31.05.2016).
Autorin / Autor Nina Gaiser
Paten Herr Dr. Wolfgang Dölle
   
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