Karl Frankenthal

   
geboren am 26.09.1900 in Schwanfeld
Straße  Schönleinstraße 8
Stadtteil Altstadt
Deportationsdatum20.09.1940
Todesdatum20.09.1940
TodesortHartheim
   
deportiert am 20.09.1940 von der Heil- und Pflegeanstalt Eglfing-Haar in die Tötungsanstalt Hartheim und dort vermutlich am selben Tag ermordet.
   
Karl Frankenthal kam am 26. September 1900 als Sohn des Landwirts und Viehhändlers Josef Frankenthal und seiner Ehefrau Clothilde, geborene Veilchenblau, in Schwanfeld zur Welt. Er hatte sechs Brüder und eine Schwester.
Karl Frankenthal absolvierte die Handels- und Realschule in Würzburg. Nachdem er 1918 im Ersten Weltkrieg mitgekämpft hatte, machte er 1919 die Einjährigen-Prüfung. Von 1916 bis 1920 und von 1932 bis 1934 hielt er sich in Würzburg auf und war vermutlich als Reisender für die Weinhandlung seiner Brüder tätig. In dieser Zeit wohnte er bei seinen Eltern Josef und Clothilde Frankenthal in der Schönleinstraße 8. Ab 1929 lebte auch seine geschiedene Schwester Nanni Mendle dort. Am 3. Oktober 1934 zog Karl Frankenthal von Würzburg nach Winkelhof.
Am 2. April 1939 wurde Karl Frankenthal in die Anstalt der Barmherzigen Brüder in Reichenbach aufgenommen, von wo aus er am 13. September 1940 in die Heil- und Pflegeanstalt Eglfing-Haar verlegt wurde. In Eglfing-Haar wurden die jüdischen Patienten aus den bayerischen Kliniken gesammelt und dann in einem Sammeltransport in die Tötungsanstalt Hartheim gebracht.
Es ist davon auszugehen, dass Karl Frankenthal unmittelbar nach seiner Ankunft in Hartheim ermordet wurde.
   
Quelle Digitales Archiv IST Bad Arolsen, Teilbestand 3.1.1.3, Dokument ID: 78790284;
Dokumentationsstelle Hartheim, Oberösterreichisches Landesarchiv, Auskunft von Peter Eigelsberger am 17.01.2014;
NS-Dokumentationszentrum München, Arbeitskreis NS-Euthanasie und Zwangssterilisation in München, Auskunft von Sibylle von Tiedemann am 28.01., 10.02. und 26.03.2014;
Reiner Strätz, Biographisches Handbuch Würzburger Juden 1900-1945, Würzburg 1989, T. 1, S. 166 f.;
Gedenkbuch Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, http://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de868014 (19.05.2016);
Yad Vashem – The Central Database of Shoa Victims’ Names, Gedenkblatt, http://yvng.yadvashem.org/nameDetails.html?language=en&s_lastName=frankenthal&s_firstName=karl&s_place=&itemId=1189929&ind=4&winId=1121701459846670161 (07.06.2016).
Autorin / Autor Petra Blasius
Paten Herr Dr. Till Samtleben
   
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