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Dora Schaul

   
geboren am 20.08.1910 in Arnstadt/Thüringen
Straße  Dürerstraße 14
Stadtteil Altstadt
Deportationsdatum25.04.1942
Todesdatumunbekannt
Todesortunbekannt
   
am 25.04.1942 nach Krasniczyn deportiert und im Raum Lublin ermordet
   
Dora Schaul kam im Jahr 1910 als zweites Kind des Kürschners Max Schaul (Jg.1869) und seiner Ehefrau Julia, geb. Joseph (Jg.1879) zur Welt. Sie wuchs in Arnstadt auf. Neben den leiblichen Geschwistern Theodor (Jg.1907) und Paula (Jg.1922) hatte sie zwei Stiefschwestern aus der ersten Ehe des Vaters, die aber bei der Mutter in Berlin lebten.
Ab Anfang 1936 arbeitete Dora Schaul im Israelitischen Kranken- und Pfründnerhaus in der Dürerstraße 20 als Hausangestellte.
Am 25. April 1942 wurde die 32-Jährige von Würzburg nach Krasniczyn deportiert und dort oder im weiteren Raum Lublin ermordet.
Während ihr Bruder Theodor 1938 nach Sydney auswandern konnte, wurde ihre Schwester Paula Stern 1943 nach Auschwitz deportiert. Sie überlebte ebenso wie ihr Mann Klaus Stern das Vernichtungslager und wanderte mit ihm bald darauf nach Seattle/USA aus.
Dora Schauls Vater war bereits 1937 gestorben. Ihre Mutter Julia ist 1942 nach Belzyce deportiert und ermordet worden.
   
Quelle Reiner Strätz, Biographisches Handbuch Würzburger Juden 1900-1945, Würzburg 1989, T. 2, S. 505;
Gedenkbuch Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, http://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/963914 (22.06.2016);
AG "Demokratie braucht Zivilcourage": Auskunft von Jörg Kaps am 15.7., 3.8., und 13.8.2014;
Wolfgang Tittelbach-Helmrich, Arnstadt’s Jewish citizens, Arnstadt 1998, S. 31; http://www.jewishgen.org/GerSig/ARN2~15wo~photos.pdf (22.06.2016);
Jörg Kaps, Die Jüdischen Einwohner von Arnstadt im 19. und 20. Jahrhundert - Residentenübersicht – und Stolpersteine in Arnstadt (unveröffentlichtes Manuskript);
http://www.wsherc.org/survivor-stories/klaus-and-paula-s (22.06.2016);
Yad Vashem – The Central Database of Shoa Victims’ Names, Gedenkblatt, http://yvng.yadvashem.org/nameDetails.html?language=en&itemId=719182&ind=1 (22.06.2016).
Autorin / Autor Ingrid Sontag
Paten Frau Ingrid Sontag
   
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