Selma Shulamit Ansbacher, geb. Obermeyer

   
geboren am 15.07.1892 in St.Pölten/Österr. oder Neulengbach/Österr.
Straße  Sterngasse 16
Stadtteil Altstadt
Deportationsdatum15.08.1942
Todesdatumunbekannt
TodesortAuschwitz
   
deportiert am 15.08.1942 nach Auschwitz und dort ermordet
   
Selma Ansbacher war Hausfrau und, wie ihr Mann Simon, eine gesetzestreue Jüdin. Sie engagierte sich stark im Leben der Israelitischen Kultusgemeinde, insbesondere durch regelmäßige Krankenbesuche und die Beherbergung von Studenten und Seminaristen. Bei letzterem war sie vielleicht beeinflusst durch ihren Vater Jakob Obermeyer, Professor für semitische Sprachen und Literatur, der seit 1931 seinen Lebensabend als Pfründner im jüdischen Altersheim in Würzburg verbrachte.
Selma Ansbacher durfte im März 1939 nicht zusammen mit ihrem Mann aus Deutschland ausreisen. Der illegale Grenzübertritt nach Belgien gelang ihr erst im September / Oktober 1939. Sie konnte dann noch etwas mehr als ein halbes Jahr mit ihrem Mann und den inzwischen auch in Belgien angekommenen Kindern zusammenleben.
Nach der Deportation ihres Mannes im Mai 1940 wurde die Lage der Familie jedoch immer prekärer. Sie war auf die Unterstützung durch soziale Organisationen angewiesen.
Am 15. August 1942 wurde Selma Ansbacher zusammen mit zwei ihrer Kinder über das Sammellager Malines (Mechelen) nach Auschwitz deportiert und dort wenig später ermordet.
   
Quelle Reiner Strätz, Biographisches Handbuch Würzburger Juden 1900-1945, Würzburg 1989, T. 1, S. 61;
Gedenkbuch Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, http://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de832034, (17.05.2016);
Yad Vashem – The Central Database of Shoa Victims’ Names, Gedenkblätter, http://yvng.yadvashem.org/nameDetails.html?language=en&s_lastName=ansbacher&s_firstName=selma&s_place=&itemId=1849042&ind=5&winId=-421745801825558586 und http://yvng.yadvashem.org/nameDetails.html?language=en&s_lastName=ansbacher&s_firstName=selma&s_place=&itemId=1910385&ind=6&winId=-421745801825558586 (17.05.2016).
Autorin / Autor Hans-Peter Baum
Paten Frau Hannelore Hübner
   
zurück