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Leopold Goldschmidt

   
geboren am 17.04.1935 in Würzburg
Straße  Dominikanergasse 6
Stadtteil Altstadt
Deportationsdatum25.04.1942
Todesdatumunbekannt
Todesortunbekannt
   
am 25.04.1942 nach Krasniczyn deportiert und im Raum Lublin vermutlich bald darauf ermordet
   
Leopold Goldschmid kam als jüngstes von vier Kindern 1935 zur Welt. Seine Eltern waren Isaak Goldschmidt (Jg. 1893) und Ella geb. Frank (Jg.1895). Zum Zeitpunkt seiner Geburt dürfte die Herrenschneiderei seines Vaters noch bestanden haben, vielleicht auch das Kolonialwarengeschäft, das dieser führte. In den Jahren danach wurde die wirtschaftliche Lage sicher immer schwieriger. Seine wenigen Lebensjahre in Würzburg hat Leopold in der Dominikanergasse 6 verbracht.

Während seine drei älteren Geschwister Fanny (Jg.1924), Manfred (Jg.1928) und Thirza (Jg.1932) noch mehr oder weniger lange die Schule besucht haben dürften, war dies Leopold Goldschmidt kaum noch möglich, denn auch die jüdischen Schulen wurden spätestens 1942 geschlossen.
Kurz nach seinem siebten Geburtstag wurde er zusammen mit seinen Eltern und den zwei Geschwistern Manfred und Thirza am 25. April 1942 nach Krasniczyn deportiert und vermutlich im Raum Lublin bald nach der Ankunft ermordet.
Von der Familie hat nur die älteste Schwester Fanny überlebt, die etwa im Jahr 1938 im Alter von 14 Jahren noch nach Israel auswandern konnte. Unter dem Namen Tsipora Kempe hat sie die Gedenkblätter in Yad Vashem für ihre Angehörigen angelegt.

Biographie erstellt September 2006, überarbeitet September 2017.
   
Quelle Reiner Strätz, Biographisches Handbuch Würzburger Juden 1900-1945, Würzburg 1989, T. 1, S. 197;
Gedenkbuch Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, http://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de876446 (19.05.2016).
Autorin / Autor Hans-Peter Baum, Ingrid Sontag
Paten Die CSU-Fraktion, Herr Karl Adam
   
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