Simon (Siegfried) Jakob

   
geboren am 22.08.1877 in Neidenstein/Baden
Straße  Rotkreuzstraße 11
Stadtteil Altstadt
Deportationsdatum02.03.1943
Todesdatum05.03.1943
TodesortSobibor
   
interniert im Lager Westerbork, deportiert am 02.03.1943 nach Sobibor und dort am 05.03.1943 ermordet
   
Simon Jakob machte nach dem Besuch einer höheren Schule das Abitur, leistete in Rastatt seinen Militärdienst ab und verbrachte dann einen Teil seiner Lehrjahre in Italien und Frankreich. Im Jahr 1908 zog er nach Würzburg und eröffnete eine Großviehhandlung (zeitweise in der Gerberstraße 14). Am Ersten Weltkrieg nahm Simon Jakob als Unteroffizier teil und wurde 1915 verwundet. Während der Zeit der Weimarer Republik war er erster Vorsitzender des Viehhändlervereins Unterfranken und Mitglied in mehreren jüdischen Organisationen.
Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten wurde ihm die Ausübung seines Berufs verboten und er emigrierte mit seiner Frau im Dezember 1936 nach Holland. Vom Lager Westerbork aus wurde er am 2. März 1943 nach Sobibor deportiert und dort am 5. März 1943 ermordet.
   
Quelle Staatsarchiv Würzburg, Gestapoakte 2664;
Reiner Strätz, Biographisches Handbuch Würzburger Juden 1900-1945, Würzburg 1989, T. 1, S. 279, 340;
Gedenkbuch Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, http://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/887515, (02.06.2016);
Joodsmonument, Datenbank der Opfer der Shoa aus den Niederlanden, https://www.joodsmonument.nl/en/page/121709/simon-jakob (02.06.2016).
Autorin / Autor gg
Paten
   
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