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Berta Wolf, geb. Oppenheimer

   
geboren am 01.08.1879 in Kleinheubach/Ufr.
Straße  Kartause 9 1/4
Stadtteil Altstadt
Deportationsdatum23.09.1942
Todesdatumunbekannt
TodesortAuschwitz
   
am 23.09.1942 nach Theresienstadt, am 18.05.1944 nach Auschwitz deportiert und dort ermordet
   
Berta Oppenheimer wurde am 1. August 1879 in Kleinheubach/Unterfranken geboren. Ihr Vater, Isaak Oppenheimer (1844 – 1896) war Metzger von Beruf und lebte in Unterbach 60. Im Oktober 1870 heiratete er Therese Rothstein (1845 –1927), die aus Mainstockheim stammte. Das Ehepaar Oppenheimer hatte sieben Kinder: Nathan (Jg.1871), Dorothea (Jg.1873), Moses (Jg.1875) und Klara (Jg.1877). 1879 wurde Berta geboren. Die jüngere Schwester Sofie wurde 1881 und als letztes Kind wurde Rosa 1883 geboren.

Wie ihre Geschwister wird Berta die jüdische Schule in Kleinheubach besucht haben. Nathan wurde Weinhändler in Kitzingen, Dorothea wanderte in die USA aus und Klara heiratete Ignaz Rosenfeld – einen Kaufmann aus Obernbreit. Sofie und Berta lernten den Beruf der Damen-Schneiderin. Als ihr Vater 1896 starb, zog Berta mit ihrer Mutter Therese 1901 nach Würzburg an den Pleicherkirchplatz Nr. 3. Auch Sofie zog nach Würzburg und arbeitete bis in die 30er Jahre als Damenschneiderin in Würzburg, genau wie ihre Schwester Berta. 1913 lernte Berta Hermann Wolf kennen und sie heirateten im selben Jahr. Hermann Wolf arbeitete als Handelsvertreter für Möbel. Sie zogen in die Juliuspromenade, dann in die Kartause 9 ¼. Dies war ihr letzter frei gewählter Wohnsitz. 1938 zog noch Bertas Schwester Rosa zu ihnen, die 1909 Max Grünbaum geheiratet hatte und der 1934 verstorben war. Am 1. Mai 1943 mussten sie alle ins jüdische Heim in der Bibrastr. Nr. 6 umsiedeln.

Am 23. September 1942 wurde Berta mit ihrem Mann nach Theresienstadt deportiert, zwei Jahre später nach Auschwitz. Dort wurde sie ermordet. Ihr Mann war im März 1943 an den unsäglichen Lebensbedingungen gestorben.
   
Quelle Staatsarchiv Würzburg, Gestapoakten 17620;
Stadtarchiv Würzburg, Adressbücher 1913 – 1943;
Archiv der Gemeinde Kleinheubach;
Reiner Strätz, Biographisches Handbuch Würzburger Juden 1900-1945, Würzburg 1989, T. 2, Seite 676;
Gedenkbuch Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, http://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/993411 (26.06.2016);
Yad Vashem – The Central Database of Shoa Victims’ Names, Gedenkblätter, http://yvng.yadvashem.org/nameDetails.html?language=en&itemId=1228118&ind=19 und http://yvng.yadvashem.org/nameDetails.html?language=en&itemId=3627230&ind=12 (26.06.2016);
Deportation der jüdischen Bevölkerung aus der Bezirksstelle Bayern. Nürnberg - Würzburg nach Theresienstadt, Abfahrtsdatum: 23.09. – 24.09.1942, http://www.statistik-des-holocaust.de/II26-25.jpg (22.06.2016).
Autorin / Autor gg, Gabriele Schiowon
Paten
   
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