Gisela Winterstein

   
geboren am 03.03.1943 in Würzburg
Straße  Am Pleidenturm 6
Stadtteil Altstadt
Deportationsdatum16.03.1944
Todesdatum14.06.1944
TodesortAuschwitz
   
am 16.3.1944 nach Auschwitz deportiert und dort am 14.6.1944 ermordet
   
Gisela Winterstein war die Tochter von Eleonore Winterstein (1925). Sie kam am gleichen Tag zur Welt, wie die Zwillinge von Theresia Winterstein, einer Cousine ihrer Mutter.
Ihre Mutter hatte seit ihrem 16. Lebensjahr in verschiedenen Arbeitsstellen gearbeitet, u.a. als Haushaltsgehilfin, als Postzustellerin und als Sortiererin. Tochter und Mutter lebten bei den Großeltern Karl (1896-1944) und Elisabeth Winterstein (1903-1944) am Pleidenturm 6 zusammen mit Anneliese (1924-1944) der älteren Schwester der Mutter und deren Söhnen Karl-Heinz (1940-44) und Waldemar (1943-44).
Kurz nach ihrem ersten Geburtstag, wurde sie am 16. März 1944 mit ihrer Mutter und den anderen Familienangehörigen nach Auschwitz deportiert. Im sog. Zigeunerlager von Auschwitz herrschten katastrophale Lebensbedingungen, der sie alle sehr bald zum Opfer fielen. Insbesondere die Kinder hatten keinerlei Überlebenschancen und wurden durch Hunger und Krankheiten schnell dahingerafft. Gisela starb 3 Monate später am 14. Juni 1944. Nur ihre Mutter Eleonore überlebte als Einzige.
Biographie erstellt Januar 2010, überarbeitet Juni 2016
   
Quelle Roland Flade, Dieselben Augen, dieselbe Seele. Theresia Winterstein und die Verfolgung einer Würzburger Familie im "Dritten Reich"(Veröffentlichungen des Stadtarchivs Würzburg, Bd.14). Würzburg, 2008.
Autorin / Autor NN, Ingrid Sontag
Paten Herr Dr. Roland Flade
   
zurück