Rosa Freudenberger, geb. Frankenfelder

   
geboren am 02.08.1872 in Würzburg-Heidingsfeld
Straße  Augustinerstraße 4
Stadtteil Altstadt
Deportationsdatum23.09.1942
Todesdatum00.10.1944
TodesortAuschwitz
   
deportiert am 23.09.1942 nach Theresienstadt, ermordet im Oktober 1944 in Auschwitz
   
Rosa Freudenberger war seit etwa 1900 die Ehefrau von Felix Freudenberger, der als Politiker, Magistratsrat und für eine Wahlperiode 4. Bürgermeister in den Jahren 1912-1927 eine wichtige Rolle in der Würzburger Stadtgeschichte spielte. Nicht zuletzt seinem mäßigenden Auftreten im Arbeiter- und Soldatenrat 1918/19 war es zu verdanken, dass der Umsturz vom November 1918 in Würzburg friedlich und in geordneten Bahnen verlief.
In Würzburg erinnert man sich an Felix Freudenberger als eines bedeutenden Sozialdemokraten, der sich insbesondere in Schul- und Bildungsfragen, z.B. als Mitbegründer der Volkshochschule, engagierte. Rosa Freudenberger führte dessen Buchhandlung weitestgehend in eigener Verantwortung. Nach seinem Tod 1927 war sie deren alleinige Inhaberin.
Am 23. September 1942 wurde die damals 70-jährige nach Theresienstadt deportiert. Im Oktober 1944 erfolgte der Transport nach Auschwitz, wo sie gemäß dem Gedenkbuch des Bundesarchivs "verschollen" ist.
   
Quelle Staatsarchiv Würzburg, Gestapoakte 164;
Reiner Strätz, Biographisches Handbuch Würzburger Juden 1900-1945, Würzburg 1989, T. 1, S. 173;
H.-W. Löw / K. Schönhoven, Würzburgs Sozialdemokraten 1868-1978, Würzburg 1978;
Gedenkbuch Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, http://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de869233 (19.05.2016);
Datenbank der Holocaust Opfer aus den böhmischen Ländern und von Häftlingen im Theresienstädter Ghetto aus Europa, http://www.holocaust.cz/de/opferdatenbank/opfer/10914-rosa-freudenberger/ (19.05.2016).
Autorin / Autor Hans-Peter Baum
Paten Die Volkshochschule Würzburg e.V.
   
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