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Anna Lewald

   
geboren am 17.12.1890 in Würzburg
Straße  Rückertstraße 11
Stadtteil Sanderau
Deportationsdatum27.11.1941
Todesdatumunbekannt
Todesortin/bei Riga-Jungfernhof
   
deportiert am 27.11.1941 nach Riga-Jungfernhof, vermutlich dort oder in der Nähe ermordet im Winter 1941/42
   
Anna Lewald entstammte einer seit spätestens 1860 in Würzburg ansässigen Familie, die im Leder- und Häutehandel ihr Auskommen hatte. Anna Lewald war als Büroangestellte und Buchhalterin in Würzburg tätig. Mit ihren drei ebenfalls ledigen Schwestern Elsa, Gretchen und Hedwig führte sie viele Jahre einen gemeinsamen Haushalt in der Rückertstraße 11, im linken Erdgeschoss. Eine weitere Schwester, Meta Blumberg, als Witwe eines Regierungsbaumeisters in Kassel gut situiert, vermachte den Geschwistern 1933 testamentarisch ein kleines Barvermögen, das ihren Unterhalt sicherte.
1939, im Zuge der Ghettoisierung der Würzburger Juden, mussten die Schwestern ihre Wohnung räumen und in das jüdische Heim Bibrastraße 6 ziehen. Anna, Elsa und Hedwig Lewald wurden am 27. November 1941 über Nürnberg nach Riga deportiert, in das Außenlager Jungfernhof gebracht und wahrscheinlich kurz darauf dort oder in der Nähe ermordet.
   
Quelle Staatsarchiv Würzburg, Gestapoakten 6048 - 6050, 18874;
Reiner Strätz, Biographisches Handbuch Würzburger Juden 1900-1945, Würzburg 1989, T. 1, S. 343;
Roland Flade, Jungfernhof. Ein idyllischer Ort bei Riga und seine dunkle Vergangenheit, in: Main-Post v. 30.11.2010;
Gedenkbuch Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, http://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/911460 (02.06.2016);
Deportation der jüdischen Bevölkerung aus der Bezirksstelle Bayern. Nürnberg - Würzburg nach Riga, Abfahrtsdatum: 29.11.1941, http://www.statistik-des-holocaust.de/OT411129-Wuerzburg9.jpg (02.06.2016).
Autorin / Autor Reiner Strätz
Paten
   
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