zurück

Gretchen (Grete) Lewald

   
geboren am 09.10.1871 in Würzburg
Straße  Rückertstraße 11
Stadtteil Sanderau
Deportationsdatum23.09.1942
Todesdatum23.03.1943
TodesortTheresienstadt
   
deportiert am 23.09.1942 von Würzburg nach Theresienstadt und am 23.03.1943 dort ermordet
   
Gretchen Lewald war die älteste Tochter des Würzburger Händlerpaares Salomon und Hannchen Lewald, geb. Haas. Von den ursprünglich zwölf Kindern starben fünf in jungen Jahren. Zwei Brüder wanderten wohl vor 1900 in die USA aus. Gretchen Lewald erlernte, wie ihre Schwestern, den Schneiderberuf, in dem sie längere Zeit auch selbstständig tätig war. Bis Ende 1915 führte sie ein eigenes Konfektionsgeschäft in Würzburg.
Später wurde sie als "Kleinrentnerin" geführt und zeitweise von der Armenfürsorge unterstützt. Gemeinsam mit ihren in Würzburg verbliebenen ledigen Schwestern Anna, Else und Hedwig wohnte sie im linken Erdgeschoss des Wohnhauses Rückertstraße 11, bevor sie 1939 in ein "Judenhaus" ziehen umziehen mussten. Zuletzt war Gretchen Lewald im Jüdischen Altenheim Dürerstraße 20 untergebracht. Zu diesem Zeitpunkt lebten ihre im November 1941 nach Riga deportierten Schwestern wahrscheinlich schon nicht mehr.
Gretchen Lewald wurde am 23. September 1942 nach Theresienstadt deportiert und dort am 23. März 1943 ermordet.
   
Quelle Staatsarchiv Würzburg, Gestapoakten 6048 - 6050;
Reiner Strätz, Biographisches Handbuch Würzburger Juden 1900-1945, Würzburg 1989, T. 1, S. 343;
Gedenkbuch Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, http://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/911474 (02.06.2016);
Datenbank der Holocaust Opfer aus den böhmischen Ländern und von Häftlingen im Theresienstädter Ghetto aus Europa, http://www.holocaust.cz/de/opferdatenbank/opfer/21465-gretchen-lewald/ (02.06.2016);
Deportation der jüdischen Bevölkerung aus Bezirksstelle Bayern. Nürnberg – Würzburg nach Theresienstadt, Abfahrtsdatum 23.09. – 24.09.1942, http://www.statistik-des-holocaust.de/II26-14.jpg (02.06.2016).
Autorin / Autor Reiner Strätz
Paten
   
zurück