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Hedwig Lewald

   
geboren am 11.07.1877 in Würzburg
Straße  Rückertstraße 11
Stadtteil Sanderau
Deportationsdatum27.11.1941
Todesdatumunbekannt
Todesortin/bei Riga-Jungfernhof
   
deportiert am 27.11.1941 nach Riga-Jungfernhof, vermutlich dort oder in der Nähe ermordet im Winter 1941/42
   
Hedwig Lewald wuchs in bescheidenen Verhältnissen in einer eingesessenen jüdischen Familie in Würzburg auf, die spätestens im Jahr 1860 aus Zeitlofs/Unterfranken zugezogen war. Hedwig Lewald arbeitete möglicherweise in der Häutehandlung ihres Vaters, Salomon Lewald, und im Bekleidungsgeschäft der Schwester Gretchen mit. Zuletzt war sie offenbar als Dienstmädchen tätig. Als ledige "Kleinrentnerin" lebte sie viele Jahre in einer gemeinsamen Wohnung mit den Schwestern Anna, Elsa und Gretchen zusammen, ehe sie 1939 zwangsweise im "Judenhaus" in der Bibrastraße 6 (ehemaliges jüdisches Lehrerseminar) untergebracht wurden.
Hedwig Lewald wurde am 27. November 1941 gemeinsam mit den Schwestern Anna und Else nach Riga deportiert, in das Außenlager Jungfernhof gebracht und wahrscheinlich kurz darauf dort oder in der Nähe ermordet.
   
Quelle Staatsarchiv Würzburg, Gestapoakten 6048 - 6050, 18874;
Reiner Strätz, Biographisches Handbuch Würzburger Juden 1900-1945, Würzburg 1989, T. 1, S. 343;
Roland Flade, Jungfernhof. Ein idyllischer Ort bei Riga und seine dunkle Vergangenheit, in: Main-Post v. 30.11.2010;
Gedenkbuch Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, http://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/911465 (02.06.2016);
Deportation der jüdischen Bevölkerung aus der Bezirksstelle Bayern. Nürnberg - Würzburg nach Riga, Abfahrtsdatum: 29.11.1941, http://www.statistik-des-holocaust.de/OT411129-Wuerzburg10.jpg (02.06.2016).
Autorin / Autor Reiner Strätz
Paten
   
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