Franz-Josef Brönner

   
geboren am 15.08.1891 in Frankfurt
Straße  Steinheilstraße 15
Stadtteil Grombühl
Deportationsdatum05.08.1941
Todesdatum05.08.1941
TodesortHartheim
   
katholisch, verheiratet, Steinhauer
18.01.1933 Psychiatrische Klinik Würzburg
08.02.1933 Heil- und Pflegeanstalt Werneck
01.10.194o Heil- und Pflegeanstalt Lohr
12.11.1940 Wohltätigkeits- und Pflegeanstalt der Barmherzigen Brüder Reichenbach/Oberpfalz
15.05.1941 Heilanstalt Regensburg
05.08.1941 Hartheim
   
Franz Josef Brönner wird am 15.8.1891 als Sohn des Arbeiters Johann Brönner aus Rodenbach bei Lohr und seiner Ehefrau Barbara in Frankfurt geboren. Seine Mutter heiratet nach dem Tod seines Vaters 1911 den Stallmeister Stefan Steinbruck im Jahr 1915.
Über die Kindheit und Jugend von Franz Josef Brönner ist wenig bekannt. Er soll ein guter Schüler gewesen sein und hat den Beruf des Steinhauers erlernt.
Am 23. 6. 1913 heiratet er Barbara Hauck in Würzburg, sie ist drei Jahre älter und hat bereits zwei Kinder, die in Pflegefamilien untergebracht sind. Am 22. 10. 1913 wird er zum Militärdienst eingezogen und seine Frau tritt dann eine Stelle als Hausmädchen in Heidingsfeld an. Während seiner Militärzeit wird er wegen seines Verhaltens wiederholt bestraft und 1917 wegen "auffällig geistiger Störungen" in die Lazarettabteilung von Werneck eingewiesen.
Nach dem Krieg arbeitet Franz Josef Brönner nur unregelmäßig und wird wegen Einbruch, Diebstahl und Betrug mehrmals bestraft, einmal zu einem Jahr Gefängnis. Nachdem seine Frau 1914 ein krankes Kind zur Welt bringt, das nach 6 Wochen stirbt, hat das Paar noch weitere 6 Kinder, eins davon eine Totgeburt.
Am 11.11.1932 wird er in die Medizinische Klinik Würzburg eingeliefert, die Diagnose lautet progressive Paralyse. Am 18.1. 1933 wird er in die Psychiatrische Klinik überwiesen und gelangt dann, als gebessert aber arbeitsunfähig bezeichnet, in die Heil- und Pflegeanstalt Werneck. Er gilt als ruhig und leicht lenkbar, aber auch als antriebslos. Am 18.12.1933 wird er wegen Geistskrankheit auf Grund eines ärztlichen Gutachtens durch Dr Werner Heyde entmündigt.
Wegen Räumung der Anstalt Werneck wird Franz Josef Brönner am 1.10.1940 nach Lohr verlegt, kommt von dort am 2.11.1940 nach Reichenbach, am 15.5.1941 nach Regensburg und am 5.8.1941 schließlich nach Hartheim, wo er vermutlich noch am gleichen Tag ermordet wird.
   
Quelle BA Berlin Archivnr.21976
Aufnahmebuch Regensburg
Bewohnerbuch Reichenbach
Institut für Stadtgeschichte, Frankfurt: Einwohnermeldebögen
Stadtarchiv Würzburg: Einwohnermeldebögen 1850-1920
Autorin / Autor Uta Bornefeld-Grüning
Paten
   
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