Nathan Ansbacher

   
geboren am 30.04.1925 in Würzburg
Straße  Sterngasse 16
Stadtteil Altstadt
Deportationsdatum15.08.1942
Todesdatumunbekannt
TodesortAuschwitz
   
deportiert am 15.08.1942 nach Auschwitz und dort ermordet
   
Nathan Ansbacher war das jüngste Kind von Simon (2) und Selma Ansbacher. Er besuchte die jüdische Volksschule in Würzburg bis zu deren Schließung nach dem Novemberpogrom von 1938. Er wurde im Januar 1939 mit einem Kindertransport der Reichsvereinigung der Juden in Deutschland nach Brüssel verschickt und fand dort Aufnahme bei der verwandten Rabbinerfamilie Jehuda Leo Ansbacher.
Da er kein Französisch sprach, ging er von dort auf eine Jeschiwa (Hochschule für jüdische Religionsstudien) in Antwerpen. Zur Unterstützung seiner Mutter, die illegal nach Belgien eingereist war, kehrte er nach Brüssel zurück.
Von dort wurde er, zusammen mit ihr und seiner Schwester Rebekka, am 15. August 1942 über das Sammellager Malines (Mecheln) nach Auschwitz deportiert. Dort ist er gemäß dem Gedenkbuch des Bundesarchivs wie seine Schwester "verschollen".
   
Quelle Reiner Strätz, Biographisches Handbuch Würzburger Juden 1900-1945, Würzburg 1989, T. 1, S. 60;
Gedenkbuch Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, http://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de832023 , (17.05.2016);
Yad Vashem – The Central Database of Shoa Victims’ Names, Gedenkblatt, http://yvng.yadvashem.org/nameDetails.html?language=en&s_lastName=ansbacher&s_firstName=nathan&s_place=&itemId=1271815&ind=4&winId=3215299713160775277 (17.05.2016).
Autorin / Autor Hans-Peter Baum
Paten
   
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